Der scheidende Sat1-Chef Roger Schawinski mischt sich in die Diskussion um die Erhöhung der SRG-Gebühren ein. Dabei übt er scharfe Kritik an SRG-Chef Armin Walpen. Der hatte erklärt, falls der Bundesrat die TV-Gebühren nicht um 6.5 Prozent erhöhe, käme es zu Kürzungen im SRG-Programm.
"Walpens Drohung ist sehr fragwürdig", kritisiert Schawinski in der SonntagsZeitung, "Jeder Sender kann Kosten massiv reduzieren, ohne Sendungen zu streichen oder die Qualität zu senken." Sat1 habe innerhalb von vier Jahren ein Drittel der Programmkosten oder über 300 Millionen Franken eingespart. "Etwas Ähnliches müsste auch bei der SRG möglich sein", so Schawinski.
Kritik auch aus dem Parlament
Kritik kommt aber nicht nur aus Berlin, sondern auch aus dem Parlament in Bern. So fordert FDP-Nationalrat Rolf Hegetschweiler in eine Postulat den Bundesrat dazu auf, die Gebührenerhöhung abzulehnen. "Die SRG soll dazu gebracht werden, ihre Kosten selber in den Griff zu bekommen", schreibt der Nationalrat laut SonntagsZeitung im Postulat, welches auch von Parlamentariern aus CVP und SVP unterschrieben sei.

