Linksaktivisten haben am Montagnachmittag beim Zürcher Lokalsender Radio Energy den Empfangsraum besetzt. Sie verlangten ohne Erfolg, dass ein politischer Beitrag ausgestrahlt wird. Nach eineinhalb Stunden zogen die Aktivisten wieder ab. Gemäss einem anonymen Fax handelte es sich um eine Aktion "der Solibewegung zum gemeinsamen Hungerstreik von Erdogan E. und Marco Camenisch gegen die Auslieferungen von Flüchtlingen in die Türkei".
Im Faxschreiben, das der Nachrichtenagentur SDA um zirka 13.45 Uhr zugesandt worden war, forderten die Aktivisten Freiheit für alle politischen Gefangenen. Die Linksaktivisten hielten sich im Empfangszimmer des radiosenders auf. Die Redaktionsräume wurden nicht besetzt.
Total 40 Aktivisten
Dabei handelte es sich um eine Gruppe von rund zehn Personen, wie Reto Suter, Moderationsproduzent von Radio Energy, auf Anfrage erklärte. Die zwischen etwa 18 und 25 Jahre alten Aktivisten waren teilweise vermummt und trugen falsche Schnäuze. Etwa 30 weitere Aktivisten belagerten draussen den Eingang zur Radiostation.
Laut Suter verhielten sich die Linksaktivisten im Radiostudio friedlich. Nach etwa eineinhalb Stunden -- inzwischen war die Zürcher Stadtpolizei vor Ort -- zogen die Besetzer ab, ohne dass ihre politische Botschaft von Radio Energy ausgestrahlt worden war. Beim Abzug brannten die Aktivisten noch eine Nebelpetarde ab.

