11.04.2020

Krise der Medien

Mathias Döpfner befürchtet Untergang vieler Zeitungen

Der CEO von Axel Springer sieht für viele Verlagshäuser schwarz. Gleichzeitig lehnt er staatliche Hilfe ab. Die Zeitungsvielfalt per Staatshilfe zu retten, sei keine Lösung, so Mathias Döpfner im Spiegel.
Krise der Medien: Mathias Döpfner befürchtet Untergang vieler Zeitungen
CEO Mathias Döpfner ist mit rund 3 Prozent an Axel Springer beteiligt. (Bild: axelspringer.com)

Mathias Döpfner, CEO von Axel Springer, sieht wegen des starken Werbausfalls für viele Verlagshäuser schwarz. Diese Befürchtung äussert in einem Interview mit deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel. Dies betreffe aber nicht nur kleinere und mittlere Unternehmen, so Döpfner, sondern auch grosse Verlagshäuser. Der Werbemarkt breche momentan «gerade dramatisch» ein, so Döpfner, das könne Medienhäuser jeder Grösse in Existenznot bringen. Die Situation sei sehr ernst. Der Axel-Springer-Chef, der auch Präsident Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) ist, lehnt trotzdem staatliche Unterstützung ab.

Dies im Gegensatz zum Schweizer Verlegerverband, der ein solches Paket von 87 Millionen Franken beim Bundesrat beantragt hatte, was aber von der Landesregierung abgelehnt wurde (persoenlich.com berichtete). Döpfner hingegen hält es persönlich für «inakzeptabel», wenn die strikte Trennung zwischen privater Presse in einer solchen Krise aufgelöst oder auch nur verwässert würde. Die Zeitungsvielfalt per Staatshilfe zu retten, sei keine Lösung, so Döpfner im Spiegel, hingegen hält er die indirekte Presseförderung für ein taugliches Mittel. 

Der Axel-Springer-Verlag ist eines der grössten Medienhäuser in Europa. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Schweizer Ralph Büchi, ehemaliger CEO Axel Springer Schweiz und Ringier-CCO. (ma)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören