28.11.2022

Julian Assange

Medien fordern Verzicht auf Strafverfolgung

International renommierte Medienhäuser haben an die US-Regierung appelliert, die Strafverfolgung von Julian Assange einzustellen. Die Anklage schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall und drohe die Pressefreiheit zu untergraben, heisst es in einem offenen Brief.
Julian Assange: Medien fordern Verzicht auf Strafverfolgung
Nach Protesten fordern auch einige internationale Medien wie Der Spiegel und die New York Times die Einstellung der Strafverfolgung von Julian Assange. (Bild: EPA/Joel Carrett)

In dem von Der Spiegel, Le Monde, El Pais, New York Times und The Guardian unterzeichneten und am Montag veröffentlichten Offenen Brief heisst es, die Anklage schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall und drohe die Pressefreiheit zu untergraben.

Assange versucht, gegen seine Auslieferung in die USA vorzugehen – aktuell mit einer Berufung am High Court in London. Nach jahrelangem juristischen Ringen hatte die britische Regierung die Auslieferung genehmigt.

Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Ihm wird vorgeworfen, mit Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen, veröffentlicht und damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht zu haben. Unterstützer sehen in Assange einen mutigen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte und an dem nun ein Exempel statuiert werden solle.

Die Medien, die den Offenen Brief verfasst haben, hatten demnach genau vor zwölf Jahren in Zusammenarbeit mit der Plattform Wikileaks Enthüllungsgeschichten rund um die vertraulichen Nachrichten des US-Aussenministeriums veröffentlicht. (sda/dpa/tim)


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