03.05.2006

Studie

Medien geniessen grösseres Vertrauen als Regierungen

Nutzung von Online-News steigt.

Das Vertrauen der Menschen in Medien ist weltweit grösser als jenes in die einzelnen Regierungen. Wie eine Studie von Globescan zeigt, gaben 61 Prozent der 10'230 Befragten an, Medieninhalten zu glauben, aber nur 52 Prozent vertrauen den Aussagen ihrer Regierungen. Besonders in Entwicklungsländern werden die Staatsriegen weitaus kritischer betrachtet als die Medienkonzerne. Zudem belegt die Studie einen internationalen Trend zur Nutzung von Online-Nachrichten, besonders bei den jungen Usern.

Insgesamt gaben 72 Prozent an, täglich die Nachrichtenwelt zu verfolgen. Dabei nutzen 82 Prozent das nationale Fernsehen und 75 Prozent informieren sich über nationale und regionale Zeitungen. Bei der jungen Zielgruppe der 18 bis 24-jährigen liegt das Medium Internet im Trend. 19 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe nannten Online-News als ihre erste Wahl zur Informationsbeschaffung, während nur drei Prozent der 55 bis 64-jährigen dies als bevorzugtes Medium wählen.

Im Allgemeinen konnten die Medien ihre Vertrauenswürdigkeit innerhalb der vergangenen vier Jahre steigern. Allerdings gab es leichte Abweichungen unter den zehn Ländern, in denen die Studie durchgeführt wurde. Am grössten ist das Vertrauen in die Medienwelt demnach in Nigeria. 88 Prozent verlassen sich hier auf die Nachrichten, während nur 34 Prozent der Regierung trauen. Nur in den drei Nationen USA (67 Prozent), Grossbritannien (51 Prozent) und Deutschland (48 Prozent) konnten die Staatsführungen ein besseres Ergebnis als die Medien erzielen.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen