17.05.2006

Peter Wanner

MZ-Sonntagsausgabe "eine Möglichkeit"

Die Expansionspläne des Aargauer Verlegers.

Der Hunger von Peter Wanner, Verleger der AZ Medien Gruppe, nach neuen Investitionen ist noch lange nicht gestillt. Man halte Ausschau nach neuen Akquisitionsmöglichkeiten, sagt Wanner im Interview mit der Mittelland Zeitung (MZ). Er habe stets gesagt, er wolle sich nach Möglichkeit bei den MZ-Partnern beteiligen. Kapitalbeteiligungen sicherten langfristig den Erfolg der MZ. Daneben kämen aber auch Projekte in Frage, die aus eigener Kraft lanciert werden. So etwa eine eigene Sonntagszeitung: "Auch im Kreis der MZ-Verleger machen wir uns Gedanken", sagt Wanner.

Er sieht im Werbemarkt noch genügend Chancen und ist auch überzeugt, dass die Bereitschaft der Leser vorhanden ist. Bei der MZ werde noch dieses Jahr entschieden, ob und in welcher Form eine Sonntagszeitung lanciert werden soll. Wesentlich für den Erfolg seien Grösse und Kompaktheit des Verbreitungsgebiets und Auflage und Leserzahlen, findet Wanner.

Ein Problem sieht Wanner bei der Dachmarke MZ. Praktisch überall operiert die MZ mit den einzelnen Zeitungstiteln, die sehr gut verankert seien. Mit der Marke MZ sei der redaktionelle Mantel mit dem gemeinsamen nationalen Inserateteil gemeint. In der Werbewirtschaft sei das klar, beim Publikum herrsche teils aber noch Verwirrung.

Wanner kann sich nach wie vor eine Zusammenarbeit mit der BaslerZeitung (baz) vorstellen. Wanner: "Das Marktgebiet der Nordwestschweiz ist eine Tatsache." Für ihn ist denkbar, dass die baz die Stadt abdeckt und die MZ die Kleinstädte und ländliche Gebiete. Weiter ist für Wanner eine Zusammenarbeit im Vertrieb oder eine gemeinsame Stellenbeilage denkbar. Die Region Zürich bleibt derweil unangetastet: Er habe der Tamedia immer gesagt: "Wenn ihr in den Aargau kommt, kommen wir nach Zürich. Und sie sagten es umgekehrt", offenbart der Verleger.


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