08.07.2016

NZZ

Neues Jugendformat ersetzt Printbeilage «NZZ Toolbox»

Nach gut einem Jahr zog der Verlag Bilanz und will das junge Zielpublikum nun auf anderen Wegen ansprechen.

«NZZ Toolbox» erscheint im Herbst zum letzten Mal als Beilage der «Neuen Zürcher Zeitung». Die im Mai 2015 lancierte Jugendbeilage war das journalistisches Format des Verlages, das spezifisch auf die Bedürfnisse von Jugendlichen zugeschnitten war.

«NZZ Toolbox» lag bislang viermal jährlich der Samstagsausgabe der «Neuen Zürcher Zeitung» bei. Nach gut einem Jahr zieht die NZZ Bilanz und kommt zum Schluss, dass Jugendliche mehr als vier Mal im Jahr angesprochen werden sollen.

Neu will die NZZ jugendliche Leserinnen und Leser häufiger und über verschiedene Formate direkt an den Schulen ansprechen. Pilotprojekte an einzelnen Gymnasien seien bereits im Gang, heisst es in einer Medienmitteilung.

Ziel sei es, Jugendliche mit Qualitätsjournalismus vertraut zu machen und sie an die Marke NZZ heranzuführen. (pd/lcv)


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KOMMENTARE

Alphons Wiegand
09.07.2016 08:34 Uhr
"... das junge Zielpublikum nun auf anderen Wegen ansprechen": Man soll endlich mit den Lügenformulierungen aus der PR-Kiste der Werbeagenturen aufhören. Junge Leser wollen gar nicht über besondere "Formate" angesprochen werden. Entweder sie lesen die NZZ, oder sie lesen sie nicht; das ist keine Frage des Alters. Die besonderen "Formate" ködern lediglich die Inserenten; diese - und niemand anderer - haben ein "Zielpublikum", das sie mit ihrer Werbung direkt erreichen wollen. "Qualitätsjournalismus" braucht keine "Formate". Und an Schulen hat Werbung - auch solche für Zeitungen - ohnehin nichts verloren.
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