27.01.2026

Basler Zeitung

Nina Jecker wird neue Chefredaktorin

Die stellvertretende Chefredaktorin übernimmt per 1. Februar 2026 die Leitung von Marcel Rohr, der die Zeitung während sieben Jahren führte und künftig als Senior Editor tätig sein wird.
Basler Zeitung: Nina Jecker wird neue Chefredaktorin
Nina Jecker wird per 1. Februar 2026 neue Chefredaktorin der Basler Zeitung. (Bild: zVg)

Nina Jecker wird per 1. Februar 2026 Chefredaktorin der Basler Zeitung (BaZ). Sie folgt auf Marcel Rohr, der die Zeitung während über sieben Jahren leitete. Er wird als Senior Editor im Sport- und Lokalressort weiterhin für die BaZ tätig sein, wie das Medienhaus Tamedia am Dienstag mitteilte.

Die 45-jährige Journalistin Nina Jecker amtet derzeit als stellvertretende Chefredaktorin. Sie war zunächst bei 20 Minuten und kam im Jahr 2014 als Lokalchefin zur BaZ. Ab 2023 leitete sie das Gesellschafts- und Kulturressort.

Der Wechsel an der Spitze der BaZ erfolge im Rahmen der «digitalen Weiterentwicklung von Tamedia» mit einem verstärkten Fokus auf künstliche Intelligenz (KI), heisst es in der Mitteilung. Jecker bringe Expertise im Bereich der digitalen Entwicklungen mit.

«Eine verlässliche Stimme»

«Die BaZ soll eine verlässliche Stimme für die Menschen in der Region Basel sein, die Perspektiven bietet statt Bubble-Meinungen», sagte Jecker. Glaubwürdigkeit entstehe durch journalistische Standards und Vertrauen – «nach innen wie nach aussen».

Inhaltlich wolle sie den Lokaljournalismus weiter stärken und Themen frühzeitig aufgreifen. «Wir wollen Neues wagen und Dinge auch einmal anders machen», so Jecker. Stillstand sei angesichts der Entwicklungen in der Branche keine Option.

Auch beim Thema KI sieht sie Chancen: «Wenn KI Routinearbeiten abnimmt, bleibt mehr Zeit für den Kern unseres Berufs – rausgehen, Beziehungen pflegen und Teil der Stadt sein.» Entscheidend bleibe aber, dass «journalistische Verantwortung immer beim Menschen liegt».

Tamedia kündigte am Dienstag ebenfalls einen Abbau von schweizweit 25 bis 30 Vollzeitstellen an. Grund dafür ist eine Neuorganisation: Das Unternehmen trennt Print und Digital organisatorisch voneinander und wird künftig stärker auf den Einsatz von KI setzen, wie es im Communiqué heisst (persoenlich.com berichtete). (sda/pd/cbe)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen