Die neueste Sendung des Talkmasters Roger Schawinski erhitzt die Gemüter. Am Montag sprach er in seiner SRF-Sendung «Schawinski» mit SRG-Generaldirektor Roger de Weck – seinem obersten Vorgesetzten – über die Rolle der SRG und dabei auch über die «No Billag»-Initiative. In der Sendung nahm Schawinski deutlich gegen die Werbevermarktungsgesellschaft Admeira, an welcher die SRG mit der Swisscom und Ringier beteiligt ist, Stellung.
Im Nachgang gibt unter anderen eine bestimmte Frage des Moderators zu Diskussionen Anlass: «Bist du eigentlich froh, dass die Gegner so dumm sind und ‹No Billag› machen? Denn es ist ja klar, dass eine Abschaffung der Gebühren nicht durchkommt.» Als sich de Weck fragte, «ob die Schweizer wirklich nur kommerzielles Radio und Fernsehen wollen», warf Schawinski zustimmend dazwischen: «Sicher nicht!» Schawinski wandte ein, wenn die SRG-Gegner eine Gebührenreduktion von 50 Prozent gefordert hätten, hätten sie viel mehr Chance gehabt, um mit ihrem Vorhaben an der Urne durchzukommen. Der Medienpionier meinte sinngemäss, dass die vollständige Abschaffung der Billag-Gebühren zu radikal sei und dem Wesen der Schweizer widerspräche.
Gegenüber 20 Minuten äussert sich Olivier Kessler, Co-Präsident des No-Billag-Initiativkomitees, verärgert: «Was sich die SRG gestern mit der Schawinski-Talkshow geleistet hat, ist ein Skandal.»
Kein Argument der Befürworter sei den Aussagen des «befangenen» SRG-Generaldirektors entgegengestellt worden. Dazu habe Schawinski die Befürworter mit dem Ausdruck «dumm» öffentlich beleidigt. Auf Nachfrage von persoenlich.com meinte Schawinski, dass er mit «dumm» die Strategie der Gegner gemeint habe, die eine vollständige Streichung der Gebührengelder fordern. (clm)
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06.10.2016 08:09 Uhr
05.10.2016 17:20 Uhr

