26.10.2008

SF

Novartis-Chef Vasella fühlt sich falsch wiedergegeben

Sender lässt Kritik an "Tagesschau" nicht gelten.

Novartis-Konzernchef Daniel Vasella kritisiert die Art und Weise, wie er letzte Woche in der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens (SF) zitiert wurde. Damals sagte er, die Diskussion um Bonuszahlungen sei "Populismus pur".

In einem Interview in der "NZZ am Sonntag" sagte Vasella, es sei einfach, Aussagen zu verfälschen, wenn man gezielt nur gewisse Abschnitte eines Gesprächs wiedergebe. Er habe am Montag nicht die Bonusstruktur der Banken verteidigt, sondern lediglich die Logik leistungsorientierter Lohnsysteme.

"Mir ist die Heuchelei und der Populismus gewisser Kreise zuwider", erklärte Vasella weiter. Unter Populismus verstehe er aber nicht die Reaktion der Bevölkerung auf sehr hohe Löhne, sondern wenn diese Regungen wider besseres Wissen ausgenutzt werde, etwa zu politischen Zwecken.

Beim Schweizer Fernsehen SF lässt man Vasellas Kritik nicht gelten. "Aus unserer Sicht wurde das Interview korrekt wiedergegeben", sagte Mediensprecher David Affentranger auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. (sda)


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