15.03.2016

NZZ

NZZ.at von der Schweiz aus gesteuert

Technik, Marketing und internationale Themen werden neu ab Zürich verwaltet. Neun Mitarbeiter verlassen die österreichische Schwester.

Die NZZ-Mediengruppe baut ihr österreichisches Digitalprodukt NZZ.at um. Technik, Marketing und internationale Themen sind künftig in der Schweiz angesiedelt. Österreich bleibe aber ein wichtiger Teil der Internationalisierungsstrategie der Gruppe, heisst es in der Mitteilung.

Im Zentrum steht die Integration von NZZ.at in die technische Infrastruktur sowie in die neuen datengetriebenen Marketingsysteme und -prozesse des Mutterhauses. Auch redaktionell werden Wien und Zürich enger zusammenarbeiten. Internationale Themen wird künftig die NZZ-Redaktion in Zürich mit ihrem weltweiten Korrespondentennetz abdecken, während sich die Redaktion in Wien auf die österreichischen Themen rund um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konzentriert, schreibt die NZZ weiter.

Aufgrund der engeren Verzahnung zwischen Zürich und Wien in den Bereichen Technologie, Marketing und Redaktion werden bis September neun Mitarbeitende von NZZ.at das Unternehmen verlassen. «Wir lösen keines dieser Arbeitsverhältnisse kurzfristig auf. Die NZZ-Mediengruppe nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahr und unterstützt die Kolleginnen und Kollegen in diesem Veränderungsprozess», so Anita Zielina, Chefredaktorin Neue Produkte der NZZ in der Mitteilung.

Michael Fleischhacker wird weiterhin Chefredaktor von NZZ.at bleiben. (pd)


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KOMMENTARE

Theo Winterberger
18.03.2016 09:37 Uhr
@Holzer: nzz.at ist weniger am "steinigen Boden", als am falschen Konzept (und an einem schon andernorts wenig erfolgreichen Chef) gescheitert.
Peter Holzer
16.03.2016 11:22 Uhr
Renold zitiert einen österreichischen Leserbriefschreiber, der meint: "Hätte den Schweizern wer sagen sollen." - Ich meine, dass an der NZZ-Spitze in Zürich mittlerweile genug Österreicher sitzen, die den für Qualitätszeitungen steinigen Boden ihres Vaterlands hätten kennen sollen?
Rudolf Pospischil
16.03.2016 10:34 Uhr
"Michael Fleischhacker wird weiterhin Chefredaktor von NZZ.at bleiben." - Es wird ihm auch nichts anderes übrig bleiben, nachdem er vorher schon überall war...
Sebastian Renold, Wien
16.03.2016 10:21 Uhr
Bruckenberger fragt "Ist das in Wien schon bekannt?" Antwort: Ja. Das stand unter anderem detailliert im "Standard" und hat dort ziemlich hämische Leserbreif-Kommentare ausgelöst. Unter anderen diesen: "War abzusehen: Punkt1: Das Ganze war von Anfang an eine abgehobene Kopfgeburt mit den üblichen pseudointellektuellen Verdächtigen aus der Branche, die sich bei solchen Projekten in erster Linie immer selbst verwirklichen wollen. Punkt2: Dafür gibt es in Österreich, dem Land von „Heute”, „Krone” und „Österreich” keinen Markt bzw. ist der viel zu klein, als dass man damit Geld verdienen kann. Hätte den Schweizern wer sagen sollen. Punkt3: Leider fungiert Österreich immer nur als Testmarkt für größere Länder. Am Ende ist die Wertschöpfung weg, sind die Arbeitsplätze weg. Mit dem Risiko muss jeder leben, der bei so einem Projekt anheuert. Wenn das Schönreden nicht mehr glaubhaft ist, wird zugesperrt."
Bruckenberger Johannes
16.03.2016 09:14 Uhr
Ist das in Wien schon bekannt? Liebe Grüsse Philipp Cueni
Alphons Wiegand
15.03.2016 20:05 Uhr
Ein erstes Eingeständnis, dass das Experiment gescheitert ist. Mir tut es nicht um das Geld leid, das hier verpulvert wurde; ich bedauere vielmehr die hoffnungsfrohen jungen österreichischen Kollegen, die im Vertrauen auf die NZZ in dieses Schiff eingestiegen sind.
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