07.11.2014

Spiegel

Print-Redaktion fordert Absetzung des Chefredaktors

Neue Anti-Büchner-Petition stösst bei Onlinern auf wenig Gegenliebe.
Spiegel: Print-Redaktion fordert Absetzung des Chefredaktors

"Spiegel"-Chefredaktor Wolfgang Büchner erarbeitet derzeit unter dem Namen "Spiegel 3.0." ein Konzept, um Print- und Onlineredaktion neu aufzustellen. Dieses beinhaltet unter anderem eine Neuausschreibung aller Ressortleiterstellen (persoenlich.com berichtete). Seit Wochen opponieren Teile der Redaktion dagegen. 

Jetzt haben laut meedia.de 91 Prozent der Print-Redaktoren eine Petition unterzeichnet, welche offen Wolfgang Büchners Absetzung fordert. Das Schreiben wurde am Donnerstag den "Spiegel"-Gesellschaftern übergeben. Darin ist von einem "offensichtlichen Führungsvakuum" die Rede. Weiter heisst es, dass die "Spiegel"-Redaktoren ihre Aufgaben nur erfüllen können, wenn sie von einem Chefredaktor geführt werden, der das Vertrauen aller Gesellschafter sowie der Redaktion in seine journalistische und strategische Führungskompetenz geniesst.

Das Vorgehen der Print-Redaktoren stösst laut meedia.de vielen sauer auf. Vor allem die Redaktion des "Spiegel Online" stehe mehrheitlich hinter Büchner. Die Anti-Büchner-Petition könne das Haus weiter beschädigen und zum "Image-GAU für die Print-Redaktion" werden, so die Befürchtung. (meedia.de)

Foto: dpa, Michael Kappeler


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören