21.01.2016

Werbeallianz

Private Verlage appellieren an Doris Leuthard

50 Medienhäuser verlangen in einem Brief ans Bakom der SRG im Joint Venture Grenzen zu setzen.
Werbeallianz: Private Verlage appellieren an Doris Leuthard

50 private Medien und Netzanbieter machen gegen die neue Werbeallianz von Swisscom, SRG und Ringier Front. Sie fordern vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in einem Brief klare Grenzen für das Bündnis. Die Anbieter schlossen sich im Interesse einer wettbewerbsfreundlichen, föderalistischen Medienpolitik zusammen, wie sie am Donnerstag mitteilten.

Sie wollen mit dem Forderungsbrief ans Bakom ein Zeichen für eine eingeschränkte Rolle der SRG in dem Joint Venture setzen. Laut dem Kleinreport gehören unter anderem Filippo Lombardi, CVP-Politiker und President of MediaTI holding, Dominik Kaiser, Gründer und CEO der Sender 3+, 4+ und 5+, AZ-Medien-Verleger Peter Wanner sowie AZ-Medien-CEO Axel Wüstmann, Markus Gilli, Chefredaktor der TV-Senderfamilie TeleZüri sowie Vertreter von Radiosendern, TV-Sendern und anderen Portalen zu den Unterzeichnenden. Auch der Kabelnetzverband Suissedigital oder die TV-Plattform Zattoo unterstützen die Forderungen.

«Trotz unterschiedlicher Gattungen hat man sich auf einen gemeinsamen Konsens geeinigt», erklärt Alexander Duphorn, CEO Goldbach Media, gegenüber dem Kleinreport den Schritt. Die gemeinsamen Forderungen seien in nur wenigen Tagen formuliert worden.

Das Joint Venture für ihre gemeinsame Werbeplattform hatten Swisscom, SRG und Ringier im August 2015 bekannt gegeben. Die Verleger und ihr Verband kündigten umgehend Widerstand an.

Das Bakom untersagte der SRG Mitte Dezember bis spätestens Ende März, die gemeinsame Plattform zu nutzen. Es will zuerst eine rundfunkrechtliche Überprüfung vornehmen. Die Wettbewerbskommission genehmigte das Gemeinschaftsunternehmen bereits. (sda/wid)

Bild: Keystone


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