17.04.2006

MTV

Proteste gegen Papst-Satire halten an

"Popetown" startet wie geplant.

MTV wird seine Papstsatire "Popetown" trotz massiver Proteste wie geplant am 3. Mai starten. Obwohl die Kritik aus den Reihen konservativer Politiker und der katholischen Kirche nicht abreisst, werde der Musiksender an der Ausstrahlung festhalten, heisst es von MTV. Programmdirektor Elmar Giglinger verteidigt die Serie und pocht auf Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit. Der deutscher Bischof Heinz Josef Algermissen rief Werbekunden indessen zum Boykott des Musikkanals auf.

Es gehe dem Sender nur um reisserische Provokation und Geschäftemacherei auf niedrigstem Niveau, so der Bischof. Firmen, die MTV finanziell unterstützten, seien schlecht beraten. Auch CSU-Chef Edmund Stoiber empörte sich über "Popetown". Die Serie sei ein übler Angriff auf viele Menschen unter dem Deckmantel der Satire. Giglinger hingegen teilte mit, dass das Medienkontrollgremium FSF eine vorab eingereichte Folge für das Tagesprogramm freigegeben habe und von Blasphemie keine Rede sein könne. Die Papstsatire sei nicht übertrieben respektlos.


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