07.12.2006

Kult

Rainer Kuhn schickt Zeitschrift in Pension

Konzentration auf note- und stylebook.

Rainer Kuhn schickt nach neun Jahren seine Zeitschrift "kult" in Pension. Mit der 93. Ausgabe ist zugleich auch die letzte erschienen. Im Editorial schreibt Kuhn, weil jede Geschichte seine Zeit habe, verabschiede sich kult. Hat die Zeitschrift nicht mehr rentiert? "kult geht in pension, weil ich es wollte und weil ich es konnte", erklärt Kuhn auf Anfrage von "persoenlich.com". Es gefalle ihm, einen Titel vom Markt zu nehmen, wenn er noch vital sei.

Kuhn bestätigt aber auch, dass das Ende von kult im Zusammenhang mit seinem neuen Zeitschriften-Projekt stylebook steht: "kult hat mir zuviel bedeutet, als dass ich es 'nebenbei' produzieren wollte. Und darauf wäre es mittelfristig hinausgelaufen, da meine aktuellen projekte "notebook" und "stylebook" in eine phase gehen, die sehr arbeitsintensiv ist.“

Den Entscheid, kult in Pension zu schicken, habe er schon im Sommer gefasst. "Ich habe ihn aber bewusst gegenüber der Öffentlichkeit zurückgehalten, weil ich in aller Ruhe die letzten drei Ausgaben produzieren wollte." Eine kleine Hintertür lässt sich Kuhn aber offen. Er will gegenüber "persoenlich.com" nicht ausschliessen, dass kult irgendwann in einer anderen Form wieder erscheinen wird. Das stehe aber im Moment nicht zuoberst auf seiner Traktandenliste.


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