27.06.2018

Abbau bei der SDA

Redaktion sieht Hauptforderungen erfüllt

Dem Vorschlag der Einigungsstelle ist zugestimmt worden. Gefordert wird nun eine Vertretung im Verwaltungsrat.
Abbau bei der SDA: Redaktion sieht Hauptforderungen erfüllt
An der Medienkonferenz der SDA-Redaktion und der Gewerkschaften wird das Ergebnis der Schlichtung erläutert. (Bild: twitter.com/inside_sda)

Die SDA-Redaktion hat dem Vorschlag der Einigungsstelle zugestimmt. Sie sieht mit der Einigung zwei ihrer drei Hauptforderungen erfüllt. Die Redaktion fordert eine Vertretung im Verwaltungsrat und mindestens die gleichen Rechte für die künftige Redaktionskommission bei Keystone-SDA.

Der Verwaltungsrat habe sich zwar nicht bereit gezeigt, die im Januar ausgesprochenen Kündigungen bis zum Ende der Einigung zu sistieren, stellte die Redaktionskommission am Mittwoch vor den Medien in Bern fest. Durchgesetzt habe sich die Redaktion aber mit entscheidenden Verbesserungen im Sozialplan.

Alle von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeitenden bekommen gemäss der Einigung einen zusätzlichen Monatslohn und ein Härtefallfonds mit 100’000 Franken wurde geäufnet. Mitarbeitende mit erzwungenen Pensenreduktionen sowie Stagiaires erhalten zudem bei möglichen Vakanzen einen Vorrang.

Der Vergleich beinhaltet ausserdem eine Lösung für die zentrale Forderung der Redaktion nach Verbesserungen für die gekündigten über 60-jährigen Beschäftigten. Über 60-jährige Mitarbeitende, die die Kündigung erhalten haben oder denen eine solche gedroht hatte, bekommen ein Wiedereinstellungsangebot zu den gleichen Konditionen wie vor ihrer Kündigung. Zusätzlich erhalten sie einen Kündigungsschutz bis zum ordentlichen Pensionierungsalter (persoenlich.com berichtete).

Besserer Einbezug der Redaktion

Aus Sicht der Beschäftigten kann nun aber nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. In einer Resolution fordern sie von der neuen Leitung, dass die zukünftige Redaktionskommission bei Keystone-SDA mindestens die gleichen Rechte garantiert erhält, wie die bisherige Redaktionskommission.

Ausserdem fordert das Personal eine Vertretung im Verwaltungsrat. Denn die Diskussion über die zukünftige Strategie dürfe nicht am Personal vorbei geführt werden. Dazu gehöre auch eine offene und transparente Kommunikation über personalrelevante Entscheidungen und ein Konsultationsrecht mit entsprechender Vorlaufzeit. (sda/cbe)

 


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