Mit dem neuen Layout will die SI ihren Grundgedanken, guten und intelligenten People-Journalismus zu betreiben, optisch noch stärker Rechnung tragen. Dass die Neugestaltung jetzt erfolge, habe damit zu tun, dass nach vier Jahren bei einer Zeitschrift der Zeitpunkt gekommen sei, eine graphische Neubearbeitung vorzunehmen. Wie die Heftgestaltung im Detail aussehen wird und welche konkreten Änderungen vorgenommen werden, mag Walder noch nicht verraten: "Lassen Sie sich überraschen."
Erfolgt mit der der graphischen Neugestaltung auch eine inhaltliche Neuorientierung? Die kürzlich erfolgten Zu- und Abgänge in der Redaktion der SI geben zur Vermutung Anlass, dass sich SI künftig in Richtung kritischerem und anspruchsvollerem People-Journalismus positionieren wolle. In den letzten Monaten sind mit Peter Röthlisberger, Marianne Fehr sowie Natascha Knecht gleich drei frühere Redaktoren der Weltwoche zum People-Magazin gestossen. Kontroversen löste zudem ein unlängst erschienener Artikel vom Ex-Kulturchef der Weltwoche, Ludwig Hasler, in der SI aus, der die Schönen und Reichen der Zürcher Goldküste ungewohnt kritisch darstellte.
Marc Walder jedoch will nichts wissen von einer grundsätzlichen inhaltlichen Neuorientierung: "Wir bezwecken mit dem neuen Layout keine 'Steuer-Herumreiss'-Aktion". Dafür gibt es überhaupt keinen Grund. Die Schweizer Illustrierte ist nach wie vor sehr erfolgreich." An der Tatsache, dass die SI in aller Regel mit Einwilligung der Prominenten die Storys mache, soll sich nichts ändern. Vielmehr werde man sich auch in Zukunft vom Credo "Näher bei den Stars" leiten lassen.

