Die Gemeinde Wallisellen hat entschieden, dass der lokale Fernsehsender Televista 8304 die Gemeindeversammlung nicht mehr übertragen darf, so der "Zürcher Unterländer". Die Schulpräsidentin habe das Team von Televista gebeten, den Saal zu verlassen.
Der Kameramann habe ihr zwar Folge geleistet, die Kamera allerdings bis zur letzten Sekunde laufen gelassen, berichtet der "Tages-Anzeiger" am Donnerstag. Der Sender-Chef bekundete daraufhin grossen Unmut über das Verbot.
Ausgelöst hatte das Filmverbot ein Stimmberechtigter von Wallisellen, so der "Tages-Anzeiger" weiter. Er hatte wegen der laufenden Kamera beim Bezirksgericht Rekurs eingelegt. Die Aufnahmen könnten das Stimmverhalten der Teilnehmer verfälschen, argumentierte er.
Die Gemeinde liess daraufhin ein juristisches Gutachten erstellen, welches zum Schluss kam, dass in Wallisellen eine Rechtsgrundlage für Filmaufnahmen während der Gemeindeversammlung fehle. Momentan wartet die Gemeinde den Rekursentscheid des Bezirksrats ab. ("Tages-Anzeiger")

