Der Verband der Journalistinnen und Journalisten, Impressum, bedauert die Einstellung des «Blick am Abend», weil ein weiteres redaktionelles Medium verloren gehe, teilte er am Mittwochabend mit. Impressum erwartet, «dass die Mitarbeitenden zu Alternativmassnahmen konsultiert werden, bevor die vorschnell ausgesprochenen Kündigungen umgesetzt werden». Durch den Verzicht auf die Neubesetzung bei Vakanzen sowie Pensenreduktionen finde im Blick-Newsroom bereits seit Monaten ein schleichender Stellenabbau statt.
Zudem ist der Verband «schockiert von der Vorgehensweise von Ringier, dass Stellen abgebaut und Mitarbeitende gekündigt werden, bevor die Belegschaft via ihre Vertreter ordentlich über die Restrukturierung informiert und zu Alternativen konsultiert worden ist». Dies entspreche nicht den Gepflogenheiten in der Branche, heisst es in der Mitteilung.
Impressum erwarte daher von Ringier, dass die Umsetzung der Kündigungen ausgesetzt wird, bis die Belegschaft zu Alternativmassnahmen konsultiert worden ist. (sda/cbe)

