31.03.2006

Cicero

Schweizer im Intellektuellen-Ranking unter "ferner liefen"

Hans Küng als 37. bestplatzierter Schweizer.

Es gab eine Zeit, da hatten Schweizer Intellektuelle geistigen Einfluss auf die Meinungsbildung im deutschsprachigen Raum. Was Frisch und Dürrenmatt zum Weltgeschehen zu sagen hatte, besass eine Strahlkraft bis weit über die Landesgrenzen hinaus. Heute jedoch laufen die Intellektuellen der Schweiz bloss noch unter "Ferner liefen" im "Who is Who" der deutschsprachigen Meinungsführerschaft. Einen Beleg für diese Marginalisierung der Eidgenossen liefert das Intellektuellen-Ranking des von Ringier in Deutschland herausgegebenen Magazins Cicero.

Unter den Top 20 der deutungsmächtigsten deutschsprachigen Zeitgenossen findet sich kein Schweizer. Erst auf Platz 37 erscheint mit dem Theologen Han Küng ein Vertreter unseres Landes. Adolf Muschg muss sich gar mit dem 65. Rang begnügen, Christoph Marthaler landete auf Platz 79. Weitere Schweizer Vertreter im Ranking sind der Schriftsteller Urs Widmer (143.), der Soziologe Jean Ziegler (189.), der Ökonome Thomas Straubhaar (211.), der Publiziist Roger de Weck (247.), der Schriftsteller Thomas Hürlimann (279.), der Soziologe Peter Gross (331.) und der Literaturwissenschaftler Peter von Matt (400.)


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