Die Cablecom bestätigt, was schon das Schweizer Fernsehen in seiner Imagestudie belegt hat: Im europäischen Vergleich geniessen die Programme des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in der Schweiz im europäischen Vergleich ein ausserordentlich hohes Ansehen. Sie liegen mit 26 Prozent Präferenz klar vor ausländischen öffentlich-rechtlichen Sendern (20 Prozent) und ausländischen Privatsendern (16 Prozent). Rund 34 Prozent der Befragten gaben an, keinen Sender zu bevorzugen. Im europäischen Durchschnitt laufen die Privatsender mit 37 Prozent Zustimmung den öffentlich-rechtlichen Programmen mit 31 Prozent den Rang ab.
Die Schweizer suchen beim Fernsehen sowohl Unterhaltung als auch Information. 60 Prozent geben Spielfilme als beliebteste Sendekategorie an, rund 40 Prozent Nachrichtensendungen. Je älter die Befragten, umso grösser war das Interesse an Nachrichtensendungen. Im Gegensatz zu Europa liegen in der Schweiz Soaps und Dokumentarsendungen mit 31 Prozent vor Sportsendungen mit 24 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt hier für beide Kategorien bei 26 Prozent. Schweizer Männer sehen eindeutig lieber Sportsendungen als Frauen (40 gegenüber 7 Prozent).
Sport sorgte für Höhepunkte im Fernsehjahr 2006 Über 20 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer bezeichneten die Fussball-WM als Highlight des Fernsehjahres 2006. Immer noch 4 Prozent begeisterten sich für Roger Federers Traumtennis. Damit steht das Jahr 2006 klar im Zeichen des Sports. Als weitere Highlights nominierte das Schweizer Publikum die aktuellen Staffeln der Fernsehserien Desperate Housewives, Prison Break und Greys Anatomy.
Aus einer Auswahl von jeweils zehn Kandidaten haben die Schweizerinnen und Schweizer ihre bevorzugten Nachrichten- und Sportmoderaten gewählt. Beliebtester Nachrichtenmoderator der Schweiz ist wie im Vorjahr Stephan Klapproth vom Newsmagazin 10vor10 (30 Prozent der Nennungen). In der Romandie konnte Darius Rochebin am meisten Stimmen (50 Prozent) auf sich vereinen. Bei den Sportmoderatoren geht der Preis an Bernard Thurnheer bzw. Bernard Jonzier. Cablecom verleiht den Siegern den Swiss TV Award in der Gesamthöhe von 20'000 Franken.

