08.04.2020

Wemf Total Audience

So stark sind Bund, NZZ, Beobachter & Co.

Die grossen Zeitungen und Zeitschriften können den Leserrückgang im Print zum Teil kompensieren. Dies zeigt ein Dreijahresvergleich der Gesamtreichweiten verschiedener Titel. 20 Minuten erreicht online erstmals mehr Menschen als mit Print. Die Wemf-Zahlen in vier Charts.
Wemf Total Audience: So stark sind Bund, NZZ, Beobachter & Co.
20 Minuten ist der reichweitenstärkste Medientitel der Schweiz. Erstmals lesen ihn mehr Menschen online aus auf Papier. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)
von Michèle Widmer

Die Medienhäuser erreichen mit gedruckten Zeitungen und Magazinen immer weniger Leserinnen und Leser (persoenlich.com berichtete). Ein positiveres Bild ergibt sich, wenn die Webangebote der Medien dazukommen, wie aktuelle Zahlen zeigen. Die Intermedia-Studie der Wemf AG für Werbemedienforschung gibt Auskunft darüber, wie viele Leserinnen und Leser Medienmarken mit Print und Online kombiniert erreichen.

Die meisten reichweitenstarken Tageszeitungen in der Deutschschweiz konnten die Zahl der Onlineleser in den vergangenen Monaten steigern – und so die Verluste im Print teilweise kompensieren. Dies zeigt der Vergleich der aktuellen Ergebnisse mit jenen der Frühjahrsstudien 2019 und 2018.

Die reichweitenstärkste Medienmarke bleibt 20 Minuten mit gesamthaft 2,1 Millionen Leserinnen und Leser in Print und Online. Mit grossem Abstand folgt danach der Blick, der 1,2 Million Leser auf beiden Kanälen aufweist.






Auch den Magazinen und Zeitschriften verleihen ihre Digitalangebote Aufwind. Trotz Reichweiteneinbussen im Print konnte der Beobachter in den letzten drei Jahren 320’000 Leserinnen und Leser gewinnen. Gesamthaft weist der Medienbrand eine Reichweite von 1,7 Millionen aus. Die Schweizer Illustrierte sorgte für ein Plus von 140’000 Leserinnen und Lesern bei einer gesamthaften Reichweite von 845’000.

Trotz dem Zuwachs im Web und den Verlusten im Print zeigt sich noch immer: Die Mehrzahl der Schweizer Medienmarken erreichen mit der gedruckten Ausgabe mehr Leserinnen und Leser als online. Der Wechsel hin zu online wird in diesem Jahr nochmals verstärkt. Nachdem im letzten Jahr die NZZ erstmals mehr Reichweite im Web als mit Print verzeichnete, zieht nun 20 Minuten nach. Das Gratismedium erreicht 931'000 Menschen mit dem Digitalangebot und etwas weniger – 908'000 – mit der gedruckten Ausgabe.





Beim Blick und auch beim Beobachter ist dies bereits seit mehreren Jahren der Fall. Aktuell ist die Onlinereichweite (750’000) beim Boulevardmedium mehr als doppelt so hoch wie jene der gedruckten Ausgabe (340’000). Beim Beobachter liegt sie Online bei 872'000 und bei der gedruckten Ausgabe bei 621'000.



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