29.08.2019

Sat.1 Schweiz

«Solche Eigenproduktionen sollen sich etablieren»

Am Samstagabend geht mit «Family Food Fight» die erste Folge der grössten Eigenproduktion von Sat.1 Schweiz über den Sender. Fernsehchefin Andrea Haemmerli spricht im Interview über Sendungskosten, Sponsoring und Social Media.
Sat.1 Schweiz: «Solche Eigenproduktionen sollen sich etablieren»
Andrea Haemmerli ist Managing Director von SevenOne Media. (Bild: zVg.)

Frau Haemmerli, auf Sat.1 Schweiz ist ab Samstag das internationale TV-Format «Family Food Fight» zu sehen. Im deutschsprachigen Raum ist die Sendung wenig bekannt. Welchen Erfolg versprechen Sie sich davon?
Wir sind überzeugt, dass wir mit der grössten Eigenproduktion von Sat.1 Schweiz die Zuschauer gewinnen und ihnen mit «Family Food Fight» ein rasantes, farbenfrohes und kurzweiliges Unterhaltungsprogramm bieten können. Nachhaltig soll das Ziel sein, dass sich solche Eigenproduktionen etablieren und in naher Zukunft weitere Prime-Time-Formate hinzukommen. Damit soll unser Senderimage weiter gestärkt und der Fokus auf lokalen Content gesetzt werden.

Die Sendung ist die grösste Eigenproduktion von Sat.1 Schweiz. Was heisst das genau?
Einerseits ist es die grösste Produktion in Bezug auf den Produktionsaufwand, Crew und Cast und anderseits auch finanziell. Um ein solches Prime-Time-Format umzusetzen, ist dieser hohe Aufwand jedoch Voraussetzung.

«Insgesamt waren 50 Personen am Set»

Wie teuer ist die Produktion der Sendung?
Eine genaue Zahl können wir nicht nennen. Die Produktionskosten für eine Sendung wie «Family Food Fight» sind hoch, die Investition nehmen wir aber gerne in Kauf, um unseren Zuschauern diesen Mehrwert zu bieten.

Die ersten fünf Folgen wurden im Juni während einer Woche abgedreht. Wie gross war die Produktions-Crew? 
Insgesamt waren 50 Personen am Set und haben die Produktion mit sieben Kameras begleitet.




Die Familien werden der Sendung «viel Biss und Humor geben», heisst es in der Mitteilung zur Sendung. Nach welchen Kriterien haben Sie die Kandidaten sonst noch ausgewählt?

Wir wollten sicherstellen, dass eine gute Mischung von Familien in den Sendungen vertreten ist. Dies bezieht sich einerseits auf die Herkunft der Familien und damit verbunden auch auf ihre landestypische Küche, die eigenen Spezialitäten sowie Familienrezepte. Anderseits war auch der erste Eindruck beim Casting sehr wichtig und entscheidend, ob die Familien den Einzug in die Sendung schaffen. Im Casting wurden die einzelnen Familien von der Fachjury um René Schudel, Petra Rudnik und Heinz Witschi auf Herz und Nieren geprüft.

«Social Media ist in der heutigen Zeit auch in der TV-Branche unerlässlich»

Welche Werbeformate kommen in der Sendung zum Einsatz?
Über den klassischen Werbeblock hinaus wird unser Hauptsponsor auf den bekannten Sponsoringelementen zu sehen sein wie den Intro/Outro Billboards sowie den animierten Cut Ins während der Sendung. Zudem sind die Lidl-Produkte als Product Placement natürlich auch Teil der TV-Sendung sowie Teil unserer Aktivitäten auf Social Media. Wie zum Beispiel auf unseren «Family Food Fight»-Instagram- und Facebook-Kanälen, wo die Sendungen mit Inhalten, die spezifisch dafür aufbereitet wurden, auf einer weiteren Ebene stattfinden.


3+ setzt stark auf Social Media, um TV-Inhalte zu verbreiten und hat dafür mehrere Mitarbeiter angestellt. Welche Strategie fährt Sat.1 Schweiz diesbezüglich?

Social Media ist in der heutigen Zeit auch in der TV-Branche unerlässlich und notwendig, um die Erreichung aller Zielgruppen zu ermöglichen. Für das Projekt «Family Food Fight» haben wir mehrere Mitarbeiter im Bereich Social Media eingesetzt, damit die Sendung auf den Kanälen Facebook und Instagram begleitet wird.

Zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Welche Sendungen stehen als nächstes an?
Wir freuen uns sehr auf die zweite Staffel von «Switzerland’s next Topmodel» im Herbst. Und dann lassen Sie sich überraschen und bleiben Sie gespannt – die Screen-up findet schon bald statt.


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KOMMENTARE

Pierre Rothschild
30.08.2019 06:44 Uhr
Mutig, die Sendung zeitgleich wie den Quotenrenner "Happy Day" des Schweizer Fernehens zu programmieren. Schade, wenn so viel guter Wille von Anfang an nicht unter einem idealen Stern steht.
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