20.07.2006

SRG

Sparmassnahmen führen zu Verteilkampf

Kleinkrieg ums Budget.

Aufgrund der Sparmassnahmen bei der SRG ist ein Verteilkampf um die Gebührenanteile ausgebrochen, schreibt das Nachrichtenmagazin Facts. Fersehdirektorin Ingrid Deltenre und Radiodirektor Walter Rüegg müssen innert drei Jahren 82 Millionen Franken sparen. Das fördere Neid und Missgunst, und führe zu Streit in der Berner Unternehmungsleitung und unter den regionalen Trägerschaften, so Facts.

So findet Dieter J. Niedermann, Präsident der SRG-Ostschweiz, dass die deutschsprachige Schweiz mit 43 Prozent Gebührenanteil zu wenig bekommt. "2 bis 3 Prozent mehr müssten es sein", erklärt Niedermann gegenüber Facts. Im Tessin liefere die SRG selbst im lokalen Bereich einen Service Public, den sie in seiner Region niemals erbringe. Laut Facts generieren die Tessiner nur 3.9 Prozent der gesamten Schweizer Einnahmen, erhalten aber durch den Verteilschlüssel 22.6 Prozent des Gebührentopfs.

Mit dem neuen RTVG summiert sich laut Facts bis im Jahr 2009 ein Loch von 160 Millionen Franken bei der SRG. Die Generaldirektion hoffe auf eine Gebührenerhöhung um 3 bis 4 Prozent. Eine weitere Massnahme: Um ein allfälliges Defizit beim Fernsehprogramm auszugleichen, wolle die SRG nun Geld – 8 bis 10 Millionen Franken --, das die Radioketten für besondere Ausgaben wie Digitalisierung auf die hohe Kante gelegt haben, zum Fernsehen fliessen lassen. Radiohörer würden so laut Facts das Fernsehprogramm quersubventionieren – auf Kosten von Radiosendungen.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören