350'000 Exemplare waren schon gedruckt, als sich die Redaktion des «Spiegel» entschied, die Titelgeschichte wegen des Brexit-Entscheids in der deutschen Ausgabe auszuwechseln. Rund 50 Personen legten deshalb eine Nachtschicht ein, wie horizont.net berichtet. Ergebnis davon ist eine 10-seitige Story über Europa.
Schawinski-Buch im Narzissmus-Artikel prominent erwähnt
Die ursprünglich geplante Geschichte über den Gesellschafts-Trend Narzissmus wurde innerhalb des Hefts verschoben, andere Artikel fielen ganz raus. In der Schweiz ist hingen die Narzissmus-Story wie geplant auf dem Titel. Ein Grund für diese Geschichte war sein heiss diskutiertes Buch "Ich bin der Allergrösste - Warum Narzissten scheitern." Ein «Spiegel»-Reporter kam dafür nach Zürich. Im Artikel wird mehrfach auf Schawinskis Buch und Thesen hingewiesen. Erwähnt werden aber auch die Diskussion um die nichtzitierten Wikipedia-Stellen und der Knatsch mit Wetterlegende Jörg Kachelmann, der sich in der «Weltwoche» mit einem Anti-Schawinski-Artikel «revanchierte». Der Medienpionier hatte Kachelmann in seinem Buch als Beispiel von Narzissmus aufgeführt. Dagegen will der Schaffhauser klagen, wie er auf Twitter mitteilte (persoenlich.com berichtete). Am Freitagmorgen, um 6:35 Uhr, wurde der Druck der aktualisierten Hefte weitergeführt. Die Kosten für die Umstellung bewegen sich im fünfstelligen Bereich, schreibt horizont.net weiter. (rar)

