29.10.2017

No-Billag-Initiative

SRG-Urgestein weibelt hinter den Kulissen

Der Ex-Kommunikationschef Iso Rechsteiner will sich für ein Nein zur No-Billag-Initiative stark machen. Er will Kräfte für den Abstimmungskampf zusammenführen. Die Vorlage sei gefährlich, sagt der 51-Jährige im «SonntagsBlick».
No-Billag-Initiative: SRG-Urgestein weibelt hinter den Kulissen
Iso Rechsteiner war 2009/2010 Direktor von Schweizer Radio DRS, nun schmiedet er eine Allianz gegen die No-Billag-Initiative. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Das Nein-Lager zur No-Billag-Initiative bekommt eine gewichtige Unterstützung: Iso Rechsteiner, der ehemalige SRG-Kommunikationschef, weibelt hinter den Kulissen gegen die Initiative, wie es im «SonntagsBlick» heisst. Der 51-Jährige will Kräfte für den Abstimmungskampf zusammenführen, freiwillig und aus Eigeninitiative.

«Mein Ziel ist es, Institutionen, Verbände, Kultur und Firmen an Bord zu holen», sagt Rechsteiner zum SoBli. Er verdiene mit seinem Engagement keinen Rappen, Mandate habe er keine. «Mir geht es um die Sache.» Die No-Billag-Initiative sei gefährlich. Kritik an der SRG sei zwar legitim, «aber diese Vorlage schüttet das Kind mit dem Bade aus», so Rechsteiner weiter. «Ich will nicht in einem Land ohne öffentlich-rechtliche Medien leben.»

Rechsteiner hat ein breites Netzwerk. Von 2011 bis 2015 leitete er die SRG-Kommunikationsabteilung (persoenlich.com berichtete). Davor, ab 1994, war er Journalist, leitete Radio-Regionalredaktionen und wurde später Radiodirektor des damaligen Radio DRS. Heute ist Rechsteiner Inhaber der PR-Firma Mint Communications.

Ebenfalls gegen die No-Billag-Initiative stark macht sich der Verein «Nein zum Sendeschluss». Der Vorstand setzt sich aus dem Schriftsteller Pedro Lenz, Urs Schneider (VRP & Inhaber Mediaschneider), MAZ-Direktor Diego Yanez, und Laura Zimmermann, Co-Präsidentin Operation Libero, zusammen (persoenlich.com berichtete). (cbe)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Ursula Trunz
30.10.2017 19:41 Uhr
@Müller und Maier: Bitte mal die Marktanteile der SRG-Sender studieren! Bei Werbung umzuschalten, empfiehlt sich eher bei den Privaten, und das Bewegtbild, auf welchem Kanal auch immer, hat Zukunft!
Peter Maier
30.10.2017 14:17 Uhr
Fernsehen als Medium hat generell ausgedient. Der Vergleich mit den Autobahnen hinkt. Wenn diese nciht mehr benützt werden, muss man diese auch irgendwann schliessen.
Nico Müller
30.10.2017 13:26 Uhr
@ Jost Wirz: "Mit dem Tod des Schweizer Fernsehens würde der wichtigste und wirkungsstärkste einzelne Werbeträger wegfallen." Wichtig und wirkungsstark stimmt nun mal gar nicht... jeder schaltet bei Werbung gleich sofort um. Wo findet man am meisten und wirkungsvolle Werbung? Nicht im TV, wo man wegschaltet! Sondern auf tausenden Werbeplakate überall in der Schweiz verteilt sowie Kinos, Zeitungen, Werbeflyern und im Internet beim Surfen. Haltlose Angstmacherei der SRG.
Jost Wirz
30.10.2017 11:36 Uhr
Ein Grounding der SRG wäre für uns Werber und für die gesamte werbungtreibende Wirtschaft eine Katastrophe: mit dem Tod des Schweizer Fernsehens würde der wichtigste und wirkungsstärkste einzelne Werbeträger wegfallen. Es wäre, wie wenn es den vereinigten Wutbürgern - aus völlig irrationalen Gründen - gelingen würde, das Schweizerische Autobahnnetz zu schliessen.
Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören