20.11.2006

Winterthur

Stadtrat setzt sich für Stadtradio ein

Beteiligung von Tamedia am Landboten "bedenklich".

Der Winterthurer Stadtrat setzt sich beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) für eine zweite Radiofrequenz für Winterthur ein. Dies hat er am Montag auf eine dringliche Interpellantin von SP und Grüne/AL bekräftigt. In einem dringlichen Vorstoss verlangten Nicolas Galladé (SP) und David Berger( AL) ein Engagement des Stadtrats für eine zweite Radiofrequenz in Winterthur. Das Bakom hatte angekündigt, den Sendernetzplan nur sanft anzupassen, wodurch der "für Winterthur unbefriedigende Status Quo" wohl auf Jahre hinaus zementiert würde, wie die Interpellanten schreiben.

Der Stadtrat solle sich an der Anhörung des Bakom mit einer Stellungnahme beteiligen und die Möglichkeit nutzen, eine Sendefrequenz für ein Stadtradio zu schaffen. Winterthur habe nämlich im Gegensatz etwa zu St. Gallen und Schaffhausen kein Stadtradio und empfange lediglich überregionale Sender.

Damit wurde an offenen Türen geklopft: Der Stadtrat werde sich bei der Anpassung des Sendernetzes einbringen, versicherte Stadtpräsident Ernst Wohlwend (SP) in der Gemeinderatssitzung. Vorgängig aber äusserte er grundsätzliche Gedanken zum Thema Medienvielfalt.

Skepsis betreffend Zeitungsmarkt

Auch im Printbereich müsse man aufpassen, dass die Winterthurer Medien letztlich nicht von zwei grossen Verlagshäusern geleitet würden. Bedenklich stimmten Wohlwend etwa die Beteiligung der Tamedia am "Landboten", deren Kooperation mit der "Thurgauer Zeitung", aber auch zahlreiche Einstellungen von kleineren Zeitungen auf dem Platz Winterthur.


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