22.08.2018

Deutschland

Steffen Klusmann wird «Spiegel«-Chefredaktor

Mehrere Medien berichten, dass der jetzige «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer gehen muss.

Chefredaktorwechsel beim deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel»: Steffen Klusmann, bisher Chefredaktor des «Manager Magazins», löst Chefredaktor Klaus Brinkbäumer ab. Das teilte der «Spiegel» am Mittwoch in Hamburg mit.

«Sanft und zu nett»

Klusmann soll als Vorsitzender der Chefredaktion fungieren. Mehrere Medien berichten, dass «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer gehen muss. Er sei zu nett und zu sanft, schreibt etwa die nzz.ch. Brinkbäumer habe Eigenschaften, die einen angenehmen Kollegen, aber nicht unbedingt einen guten Chefredaktor ausmachten, höre man aus der Redaktion.

Der 52-Jährige war vor seiner Zeit beim «Manager Magazin» (ebenfalls Spiegel-Gruppe) Chefredaktor der «Financial Times Deutschland».

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Trio als Chefs

Zur künftigen Chefredaktion gehören auch Online-Chefin Barbara Hans (Spon) und Ullrich Fichtner, zuletzt Reporter des Hamburger Nachrichtenmagazins.

Fichtner ist seit 2001 beim «Spiegel». Die neu aufgestellte Chefredaktion soll eine gemeinsame Redaktion aus den Mitarbeitern des Nachrichtenmagazins und von «Spiegel Online» führen, die im Januar 2019 an den Start gehen soll. (sda/dpa/eh)


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KOMMENTARE

Verena Schoder
23.08.2018 14:13 Uhr
Nicht alle Medien sind über Klaus Brinkmann derselben Meinung wie die NZZ. Anita Zielina, ehemalige Digitalchefin bei der NZZ, sieht die schnellen Wechsel in der Führungsspitze des Spiegels der vergangenen Jahre als ein Fehler: «Ich finde es grotesk und unverantwortlich in welcher Geschwindigkeit im Medienbusiness CRs/CEOs (und somit Strategien) ausgetauscht und oft unter den immer selben Herren rotiert werden. Wie soll so irgendeine Strategie mal die Chance haben zu funktionieren?» Auch die FAZ schreibt, dass beim Spiegel Chefredakteure «seit Jahren abrupt ausgewechselt» werden. Am Ende lande der Ballast, den das ganze Haus mit sich herumträgt, stets auf den Schultern der Chefredakteure und Geschäftsführer. Die Süddeutsche Zeitung lobt, dass Klaus Brinkbäumer in der Redaktion äusserst «angesehen und beliebt» gewesen sei.
Robert Weingart
23.08.2018 07:07 Uhr
Klussmanns Leistungsausweis scheint relativ bescheiden. Es ist zu bezweifeln, dass einer, der ein Manager-Magazin geleitet hat, das Nachrichtenmagazin zu alter Stärke bringen kann.
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