Nächste Woche wird Ruedi Matter, Direktor des Schweizer Fernsehens, ein dickes Couvert in seiner Post vorfinden. Absender ist der SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli, wie SonntagsBlick schreibt. Der Umschlag enthalte neue Dokumente, die belegen sollen, dass das SRF-Magazin "Rundschau" im Beitrag über Mörgeli massiv getrickst hat und unwahr berichtete.
Seit Ende März liegen das Schweizer Fernsehen und der geschasste Medizinhistoriker in einem erbitterten Streit. Mörgeli habe Doktorarbeiten akzeptiert, die nicht viel mehr als Abschreibeübungen gewesen seien, berichtete die "Rundschau" damals. Die Angriffe stützten sich unter anderem auf die Aussage von drei ehemaligen Doktoranden Mörgelis. Der wehrt sich vehement gegen diese Darstellung. Inzwischen hiess auch der SRG-Ombudsmann seine Kritik teilweise gut (persoenlich.com berichtete).
Jetzt präsentiert Mörgeli zudem neue, brisante Dokumente, die "SonntagsBlick" vorliegen. Demnach sei eine Ärztin verzerrt zitiert worden, ein Dokument irreführend und der Doktor der Rundschau falsch.
Mit der Präsentation der neuen Dokumente verfolgt Mörgeli laut Bericht ein klares Ziel: "Ich will erreichen, dass die Führung von SRF meinen Fall lückenlos untersucht." Eine TV- und Radiostation, die durch Gebühren finanziert ist, sei zu journalistischer Fairness verpflichtet und könne sich die Fakten nicht einfach nach Belieben zurechtbiegen, "auch wenn mich in Leutschenbach wahrscheinlich die meisten wegen meiner politischen Ansichten nicht mögen", ergänzt Mörgeli.

