Traditionelle Printmedien wie Tageszeitungen nehmen in ihrer Verkaufs- und Lesehäufigkeit signifikant ab. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Audit Bureau of Circulations hervor. Dieser Trend wird durch die neuesten Halbjahreszahlen der grössten amerikanischen Tageszeitungen bestätigt, die bereits zum vierten Mal in Folge Verluste bei den Verkaufszahlen einstecken mussten. Ursächlich dafür ist eine erhebliche Verlagerung des Leseranteils in den Online-Bereich von Tageszeitungen.
Im Detail gingen die verkauften Auflagenzahlen bei den täglichen Printausgaben amerikanischer Tageszeitungen gegenüber dem Vorjahr um rund 2,8 Prozent zurück. Auch die bis dato recht stabilen Sonntagsausgaben verzeichnen einen Rückgang um fast 3,5 Prozent. Dass die Zahl der Leser mit Blick auf die Verkaufszahlen ebenfalls abnimmt, ist nicht pauschal auszumachen. Vielmehr kann man von einer erheblichen Verlagerung traditioneller Leser in den Online-Bereich ausgehen. Die täglich erscheinende Ausgabe der Los Angeles Times kalkuliert den Rückgang mit acht Prozent. Bei der New York Times liegt das Defizit bei 3,5 Prozent, währenddessen die Washington Post 3,3 Prozent und das Wall Street Journal 1,9 Prozent verzeichnen.

