24.09.2019

3+

TV-Sender dementiert «Weltwoche»-Artikel

Praktisch alle Angaben im Artikel von Kurt W. Zimmermann zu einem möglichen Verkauf seien falsch. Zimmermann hält an seiner Darstellung fest, wie er auf Anfrage sagt. Er hat eine Vermutung, weshalb 3+ «das seltsame Dementi» verschickte.
3+: TV-Sender dementiert «Weltwoche»-Artikel
In der «Weltwoche»-Ausgabe vom 19. September spekulierte Kurt W. Zimmermann über einen möglichen Verkauf von 3+ und Co. (Bild: persoenlich.com)
von Christian Beck

Die Sender 3+, 4+, 5+ und 6+ sollen für 120 Millionen Franken den Besitzer wechseln, berichtete letzte Woche die «Weltwoche». Autor Kurt W. Zimmermann sah dabei CH Media in der Poleposition (persoenlich.com berichtete). Die 3-Plus-Gruppe von Dominik Kaiser dementiert nun. «Praktisch alle als Fakten wiedergegeben Informationen im Artikel sind falsch», heisst es am Rande einer Medienmitteilung über «Rekordquoten» für «Bauer, ledig, sucht…».

Richtig sei, dass die 3-Plus-Gruppe Optionen für eine Expansion nach Deutschland und ein beschleunigtes Wachstum in der Schweiz prüfe. Dies hatte der «SonntagsBlick» bereits Mitte August berichtet. Für diese Prüfung hat die 3-Plus-Gruppe eine Investmentbank als Berater verpflichtet, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Sendergruppe sei in Gesprächen mit diversen Medien- und Private-Equity-Unternehmen für eine mögliche Partnerschaft. Der Entscheid, ob 3+ nach Deutschland expandieren werde, ob ein Partner für die Schweiz dazu komme oder ob 3+ weiterhin eigenständig bleibe, sei noch nicht gefallen.

«Vollkommener Blödsinn»

«Das Dementi von 3+ ist vollkommener Blödsinn», sagt Zimmermann auf Anfrage von persoenlich.com. Jeder gut Informierte in der Branche wisse, dass 3+ auf dem Markt sei und J. P. Morgan das Verkaufsmandat für Dominik Kaisers TV-Gruppe habe. «Was ich geschrieben habe, stimmt zu 100 Prozent. Ich habe mit drei Chefs von drei Schweizer Medienunternehmen gesprochen, die alle drei mit J. P. Morgan über den Kauf der 3-Plus-Gruppe verhandelt haben.» Alle drei hätten ihm die Verkaufsverhandlungen bestätigt.

Zimmermann äussert gegenüber persoenlich.com eine Vermutung: «Möglicherweise soll das seltsame Dementi den Preis weiter hinauftreiben.» Kaiser hätte nämlich einen höhen Erlös erwartet. Zimmermann sagt am Telefon weiter, er wisse, dass die sogenannten bindenden Offerten bei J. P. Morgan eingereicht worden seien.



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