09.01.2020

SRF

TV verliert 1,2 Prozent Marktanteil

Die drei SRF-Fernsehsender SRF 1, SRF zwei und SRF info erreichten im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 31,5 Prozent. Beim Radio liegt der Marktanteil bei 54,4 Prozent. Das ist praktisch gleich wie 2018.
SRF: TV verliert 1,2 Prozent Marktanteil
«Ein erfolgreiches Jahr»: SRF ist zufrieden mit den Nutzungszahlen seiner Angebote im Jahr 2019. (Bild: SRF)
von Edith Hollenstein

Die drei SRF-Fernsehsender SRF 1, SRF zwei und SRF info erreichten im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 31,5 Prozent («Overnight»-Wert). Das sind zwar 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr (persoenlich.com berichtete). SRF wertet das leicht tiefere Ergebnis dennoch positiv. Denn man vergleiche die Jahre im Zwei-Jahres-Rhythmus: also ein Sportjahr mit einem Sportjahr. Der Wert für 2019 sei der höchste Wert für ein Nicht-Sportjahr seit der Umstellung der Messmethode im Jahr 2013 (2017: 31,2 Prozent, + 0,3 Prozent), schreibt das Medienhaus in einer Mitteilung vom Donnerstagmittag. Zur Primetime, der wichtigsten Sendezeit am Abend, erzielte Fernsehen SRF einen Marktanteil von 39,2 Prozent («Overnight»-Wert). Mit einem Marktanteil von 12,3 beziehungsweise 9,5 Prozent liegen SRF 1 und SRF zwei am Hauptabend auch bei den 15- bis 29-Jährigen vor dem nächsten Konkurrenten ProSieben.

SRF 1 war 2019 erneut der mit Abstand meist gesehene Fernsehsender in der deutschen Schweiz (persoenlich.com berichtete). Die publikumsstärkste Sendung nach «Meteo» war im abgelaufenen Jahr die «Tagesschau»-Hauptausgabe vom 13. Januar mit im Schnitt 879'000 Zuschauenden. Auf grosses Interesse seien auch die «Auf und davon»-Spezialsendungen zum zehnjährigen Jubiläum sowie «Die Auswanderer ein Jahr danach» mit durchschnittlich 867'000 respektive 862'000 Zuschauenden gestossen, schreibt SRF. Die Jubiläumssendung war online mit insgesamt über 175'000 Starts auf Play SRF zugleich die meist aufgerufene Einzelsendung im vergangenen Jahr.

Knie und Wahlen ziehen Publikum an

SRF erwähnt zudem die Doku-Fiktion «Dynastie Knie – 100 Jahre Nationalcircus». Durchschnittlich 696’000 Zuschauende sahen den Zweiteiler. Eigenproduzierte Doku-Fiktionen waren beim Publikum auch nach der linearen Ausstrahlung beliebt: «Dynastie Knie» gewann im Schnitt in der zeitversetzten Nutzung 106'000 Zuschauerinnen und Zuschauer dazu. «Es geschah am…», die zweite grosse Doku-Fiktion von SRF im Jahr 2019, verfolgten 433'000 Personen, davon 96'000 Personen zeitversetzt.

Besonderen Anklang fand die Berichterstattung zu den eidgenössischen Wahlen. Die TV-Wahlberichterstattung auf SRF 1 am Wahlsonntag zwischen 12.00 Uhr und Mitternacht erreichte in der Deutschschweiz insgesamt 2,27 Millionen Interessierte. Die Elefentenrunde verfolgten im Schnitt 362’000 Zuschauer. Die «Tagessschau» um 19.30 Uhr mit Schwerpunkt auf den Wahlen sahen durchschnittlich 869'000 Personen. Für die zweiteilige Nachwahlsendung am Montagabend interessierten sich im Schnitt 196’000 Zuschauende. Im Web sorgten die Wahlen für rekordhohe Zahlen: Am Wahltag entfielen auf das umfassende Angebot von SRF News knapp 1,4 Millionen Visits.

Auch Sport sorgte für hohe Quoten. Die Lauberhorn-Abfahrt verfolgten durchschnittlich 880’000 Zuschauer, was dem Höchstwert für SRF zwei im Jahr 2019 entspricht. Corinne Suters Silberfahrt an der Ski-WM in Åre sahen 723'000 Zuschauer, während im Spätsommer durchschnittlich 836'000 Schwingfans den Schlussgang und damit den Sieg von Christian Stucki am Eidgenössischen Schwingfest miterlebten.

Radio schafft 54,4 Prozent Marktanteil

Beim Radio erreichte SRF mit den Sendern Radio SRF 1, SRF 2 Kultur, SRF 3, SRF 4 News, SRF Musikwelle und SRF Virus zusammen einen Marktanteil von 54,4 Prozent und bewegen sich damit praktisch auf dem Vorjahresniveau (54,6 Prozent).

In der zuhörerstärksten Zeit morgens zwischen sechs und neun Uhr hörten 2019 im Schnitt 61 Prozent aller Radiohörer in der Deutschschweiz einen der sechs Radiosender von SRF. Grosse Beachtung fanden «Echo der Zeit» und «Rendez-vous» mit täglich 357’0000 respektive 556’000 erreichten Hörern.

SRF legte 2019 einen Fokus auf Webangebote für Junge. Die Webserie «Zwei am Morge» mit den Hosts Julian und Ramin verzeichnete seit dem Start 2018 insgesamt 8,6 Millionen Videostarts, davon 4,2 Millionen im Jahr 2019.

«True Talk» funktioniert gut auf Social

Ungebrochen ist das Interesse für «True Talk»: Seit dem Serienstart im Jahr 2016 kommt die Webserie über alle Plattformen hinweg auf bislang 24,2 Millionen Starts. «True Life», das Ende 2018 lancierte Spin-off von «True Talk», verzeichnete seit der Lancierung insgesamt 3,5 Millionen Videostarts, davon entfallen 2,5 Millionen auf das Jahr 2019. Für Social-Media-Plattformen produzierte Kurzvideos können die jüngere Zielgruppe ebenfalls überzeugen. So erreichte das Social-Video über den 19-jährigen Autisten Thierry Bouvard über 2,5 Millionen Starts auf Facebook.

Weiterhin steigend ist laut SRF das Interesse für die Onlineaudio- und Videoinhalte auf den eigenen Plattformen. So nutzten 2019 rund 1,7 Millionen Userinnen und User das SRF-Onlineangebot mindestens einmal wöchentlich. Besonders gross sei der Zuspruch für die Inhalte von SRF Sport: Die Sport-App erreichte bei den Visits im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 23 Prozent und knackte 2019 erstmals die 100 Millionen Grenze.



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