Die Neue Luzerner Zeitung organisiert auf den Jahreswechsel hin den überregionalen Teil ihrer Redaktion neu. Im Zuge dieser Umstrukturierungen wird das neue Ressort "Politik" geschaffen, in welchem die Planung für den In- und Auslandteil zusammengeführt wird. Stefan Ragaz, stellvertretender Chefredaktor der Neuen LZ, bestätigt entsprechende Informationen, die "persoenlich.com" vorliegen. "Wir lösen die Ressorts aus dem Tagesgeschäft, damit wir mehr journalistische Power für die Themenplanung erhalten", begründet er den Schritt. Sein Blatt strebt eine klarere Abgrenzung des Tagesgeschäfts, das seit anderthalb Jahren über das Newsdesk läuft, von der übrigen Themenplanung an.
Die Leserführung der Neuen LZ bleibt ungetastet. "Wir gehen nicht den selben Weg wie die Berner Zeitung", betont Ragaz. Die klassischen Mantel-Rubriken "Schweiz" und "Ausland" werden nicht aufgeweicht und bleiben bestehen. Zwar sollen im Januar einige neue Gefässe eingeführt und die Montagsausgabe ausgebaut werden. "Diese Änderungen stehen jedoch nicht in Zusammenhang mit den organisatorischen Anpassungen, sagt Ragaz. Auf die Tendenz, dass immer mehr Meldungen erst am Abend die Redaktion erreichen, reagiert die Neue LZ, indem sie die Abendschichten am Newsdesk auf Kosten der Tagesschichten verstärkt.
Zu einem Stellenabbau führt die Umstrukturierung nicht, im Gegenteil, wie Ragaz versichert: "Die neue Struktur erfordert mehr journalistische Ressourcen". Neu geschaffen wird die Position des politischen Chefreporters. Jürg Auf der Maur, gegenwärtig Ressortleiter "Schweiz" bei der Neue LZ, übernimmt die Funktion. Dazu wird in Zürich mit Flavian Cajacob, der bislang für die NZZ und die Handelszeitung schrieb, ein neuer Korrespondent installiert. Wie bisher arbeitet die Neue LZ auch künftig mit zwei Bundeshausredaktoren.

