24.08.2021

Tamedia Deutschschweiz

Umbau und Entlassungen bei Editorial Services

Tamedia spart weiter bei den Produktionsteams. Neun Personen erhalten wohl die Kündigung oder eine Vertragsänderung. Dienste von Freien werden teilweise gestrichen. Die neuen Abläufe betreffen auch die Journalistinnen und Journalisten.
Tamedia Deutschschweiz: Umbau und Entlassungen bei Editorial Services
Bei den Seitenlayouts wird künftig häufiger mit Templates gearbeitet. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)
von Michèle Widmer

In der Deutschschweiz kommt es in den Produktionsabteilungen Editorial Services von Tamedia (TES) zu Veränderungen, die auch eine Stellenreduktion mit sich bringen. Voraussichtlich seien neun Mitarbeitende, verteilt auf alle Ressorts und Standorte, von einer Kündigung oder einer Vertragsänderung betroffen, heisst es in einem internen Schreiben. Zudem werde man wohl ganz oder teilweise auf die Dienste von acht Honorarempfängern verzichten müssen.

Die betroffenen Mitarbeitenden würden mit einem Sozialplan unterstützt. Sämtliche personellen Massnahmen stünden unter dem Vorbehalt der Konsultation. Am Dienstagnachmittag wurden die Mitarbeitenden von Tamedia informiert.

Vier Massnahmen

Hintergrund ist die Sparrunde, welche Tamedia vor genau einem Jahr eingeläutet hat. Über alle Bereiche hinweg will der Verlag bis Ende 2022 rund 70 Millionen Franken sparen (persoenlich.com berichtete). Auch der Bereich Editorial Services müsse einen Beitrag an die Kostenreduktion leisten und seine Struktur entsprechend anpassen, heisst es im Schreiben, das von Chefredaktor Arthur Rutishauser und Abteilungsleiterin Viviane Joyce gezeichnet ist.

Durch die Neuaufstellungen der Redaktionen in Zürich und Bern sieht Tamedia Synergiepotenzial bei den Produktionsabläufen. Im Schreiben werden vier Punkte genannt, welche bereits Realität oder in der Umsetzung sind. Zum einen setzt Editorial Services die Printproduktion über alle Titel in der Deutschschweiz um. Zum anderen soll der sogenannte TES-Hub mit zwei Standorten in Bern und Zürich dafür sorgen, dass Synergien künftig besser genutzt und Prozesse sowie Schichten schlanker und effizienter sind. Des Weiteren sollen die Raum- und IT-Kosten der Abteilung reduziert und die Führungsstruktur überarbeitet werden.

«Auf die Zeile genau scheiben»

Wie Rutishauser und Joyce schreiben, haben die Veränderungen bei TES auch Folgen für die Redaktionen. So sollen künftig häufiger Templates für die Seitenlayouts eingesetzt werden. Und: Alle Bereiche sollen möglichst «auf die Zeile genau schreiben, damit im Print weniger gekürzt werden muss».

Basis der veränderten Organisation sei eine «eng aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Produktion», heisst es weiter. Dafür kommen ab Mitte September für verschiedene Bereiche, Themen und Prozesse Arbeitsgruppen zum Einsatz. Sie sollen die neuen Abläufe und Zuständigkeiten ab Januar 2022 planen.



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