25.02.2016

Pro Sieben Sat 1

Umsatz um 13 Prozent gestiegen

Verschiedene Zukäufe und die Beteiligung an Verivox haben die Digitalisierung vorangetrieben.

Der deutsche Medienkonzern ProSieben Sat.1 hat sich im vergangenen Jahr einmal mehr auf sein Digitalgeschäft verlassen können. Das kräftige Wachstum im Geschäft mit Internetportalen und Online-Shops liess den Konzernumsatz um 13 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro klettern. Der Betriebsgewinn stieg auf 926 Millionen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieben 391 Millionen Euro Gewinn übrig - 4,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Den Löwenanteil beim Umsatz und mehr noch beim Gewinn bringt weiter die Fernsehwerbung ein, die dank der guten Konjunktur in Deutschland ordentlich zulegte. Die Digitalsparte wuchs noch viel stärker, auch dank der Beteiligung am Vergleichsportal Verivox und anderen Zukäufen. Die Dividende soll um 12 Prozent auf 1,80 Euro je Aktie steigen.

Für das laufende Jahr stellte Konzernchef Ebeling einen Umsatzzuwachs von mindestens 10 Prozent in Aussicht. Auch beim operativen Gewinn rechnet er mit einem Plus.

Im weiteren gab der Konzern bekannt, dass er beim erwarteten Duell grosser Medienkonzerne um die Bundesliga-Übertragungsrechte ab 2017 an der Seitenlinie bleibt.«Die grossen Sportrechte sind für uns nicht wirtschaftlich», sagte Ebeling. Er machte deutlich, dass sich die Kosten teurer Sportrechte etwa für die Bundesliga oder die Olympischen Spiele im werbefinanzierten Fernsehen aus seiner Sicht nicht wieder einspielen lassen. Das sei eher etwas für gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Sender oder für Pay-TV. ProSiebenSat.1 sei offen für kleinere Rechtepakete und wolle sich auch künftig auf weniger breitenwirksame Sportarten konzentrieren. (sda)


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