23.02.2016

Neue Zürcher Zeitung

Dengler bleibt optimistisch

In einer Diskussion in Wien hat sich der CEO zum Stand von «NZZ.at» geäussert.

Die «Neue Zürcher Zeitung» hält an ihrem journalistischen Online-Projekt in Österreich fest. «NZZ.at wird es solange geben, wie es einen Markt dafür gibt», sagte der Chef der NZZ-Mediengruppe Veit Dengler am Montagabend an einer Diskussion in Wien. Der Österreicher Dengler verwies auf die «NZZ am Sonntag». Bei der Sonntagsausgabe der NZZ habe es sechs Jahre gedauert, bis die Gewinnschwelle erreicht worden sei.

Ganz zufrieden ist Dengler mit dem Anfang 2015 gestarteten Angebot NZZ.at aber noch nicht. In der öffentlichen Debatte könnte das Medium noch relevanter sein. «Das ist ein laufender Prozess, wir werden sicher an dem Produkt weiter schrauben müssen», sagte er. Die NZZ Österreich GmbH hatte im Gründungsjahr 2014 von der Schweizer Mutter einen Kredit von umgerechnet rund 1,3 Millionen Franken erhalten.

Ob die Verlagsgruppe seit dem Start von NZZ.at weiteres Geld nachschiessen musste, wollte Dengler nicht verraten. Nur soviel: Es sei klar, dass im ersten Jahr noch keine schwarzen Zahlen geschrieben wurden. Finanziert wird NZZ.at durch Beiträge der Nutzer sowie durch Werbung, wie es vor der Lancierung hiess. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Sebastian Renold, Wien
27.02.2016 14:36 Uhr
«NZZ.at wird es solange geben, wie es einen Markt dafür gibt.» Hier in Wien ist nzz.at jedenfalls so gut wie nicht existent. Ich kenne niemanden in meinem (relativ grossen) Bekanntenkreis, der nzz.at lesen würde. Dass über irgendetwas, was in dieser Digitalgazette steht, in der Öffentlichkeit diskutiert würde, ist mir nicht bekannt. Das Experiment findet weitgehend ohne Publikum statt!
Kommentarfunktion wurde geschlossen