«Zeitgemäss und interessant» sei die Idee des Vereins Mediaforti, private Medien durch Technologie-Förderung bei der Digitalisierung zu unterstützen, schreibt der Verband Schweizer Medien einleitend in einer Stellungnahme. Geschäftsführer Andreas Häuptli war am Montagabend beim Lancierungsanlass in der Amboss Rampe in Zürich (persoenlich.com berichtete) vor Ort und hatte sich die Ideen der Gruppe rund um den Freiburger Professor Manuel Puppis aus erster Hand angehört.

Erwartungsgemäss kann der Verband aber nicht vollumfänglich zustimmen: «Gleichzeitig muss eine schwierige Balance gelingen, denn neben Wettbewerb zwischen verschiedenen redaktionellen Konzepten braucht es auch den Wettbewerb der Technologien.»
Eine öffentliche Technologie-Förderung sollte deshalb nicht zu einem Technologie-Monopol führen, sondern vielfältigen Open-Source-Ansätzen zu Gute kommen», heisst es in Häuptlis Stellungnahme.
Einer direkten Medienförderung steht der Verband Schweizer Medien weiterhin «sehr kritisch» gegenüber. «Eine kommerzielle Abhängigkeit von Subventionen birgt letztlich das Potential in sich, die redaktionelle Unabhängigkeit der Medien zu beeinflussen», heisst es weiter.
Regionalen gehe es gut
Zudem würden Subventionen das Entstehen neuer, innovativer Medienmodelle verhindern. «Die öffentliche Hand sollte sich auf die bewährten Instrumente konzentrieren, die wir als keineswegs rückwärtsgewandt sehen. Sie sichern gerade im Regionalen den privaten Service Public erfolgreich». Hier seien kaum Titel verschwunden, die Einnahmen aus Nutzer- und Werbemarkt seien stabil, so Häuptli.
Sein Verband beharrt auf der indirekten Presseförderung und dem Gebührensplitting sowie klaren «Spielregeln» für die SRG-Angebote. Das heisst: Keine weitere Kommerzialisierung und keine Ausweitung des Angebotes im Internet, wie es der Verband im überarbeiteten medienpolitischen Manifest skizziert hatte.
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03.10.2017 23:51 Uhr

