26.08.2020

MediaBrand-Studie

Vor allem SRG-Medien punkten in der Coronakrise

Das Coronavirus hat die Bedeutung von Medien für die Bevölkerung gesteigert. Mehr als die Hälfte sagen dies laut der aktuellen Publicom-Studie über SRG-Sender, jeder Vierte über Bezahl- und Gratiszeitungen. Am glaubwürdigsten wird RTS-Radio La 1ère wahrgenommen.
MediaBrand-Studie: Vor allem SRG-Medien punkten in der Coronakrise
Erreicht Platz 1 auf der Glaubwürdigkeits-Top 10 der Radiomarken: Das Studio von La 1ère. (Bild: Keystone/Cyril Zingaro)

Während des Lockdowns wegen des Coronavirus hat die Bedeutung sämtlicher Medien für die Schweizer Bevölkerung zugenommen, allen voran jene der SRG-Medien (54 Prozent). An zweiter Stelle folgen regionale Radio- und TV-Sender mit einer Zunahme von 37 Prozent.

Damit liegen die elektronischen Medien deutlich vor den unterhaltungsorientierten Streaming-Diensten. Bei diesen erreicht der Beteutungsgewinn 31 Prozent, wie Publicom aufgrund der seit 2013 jährlich erhobenen MediaBrands-Studie am Mittwoch mitteilte. Die Zunahme bei sozialen Medien betrage 27 Prozent, bei Bezahlzeitungen 26 Prozent. Kostenlosen Zeitungen und Portalen hätten 25 Prozent zugelegt.

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Als besonders glaubwürdig erachtet die Schweizer Bevölkerung weiterhin die regionalen, abonnierten Tageszeitungen und die öffentlich finanzierten Radio- und Fernsehsender, wie Publicom schreibt.

Die höchste Glaubwürdigkeit attestiere die Bevölkerung dem SRG-Medium RTS-Radio La 1ère, knapp vor Radio SRF 4 News und Radio SRF 1. Insgesamt liegt La 1ère fast gleichauf mit der Freiburger Regionalzeitung La Liberté, die das gesamtschweizerische Ranking anführt, wie es weiter heisst. Glaubwürdigstes Privatradio sei der bernjurassische Sender RJB.

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Generell vertraue die Bevölkerung einheimischen Medien weitaus mehr als ausländischen – nur der TV-Sender ARD habe es unter die 50 glaubwürdigsten Medienmarken geschafft. Als wenig glaubwürdig erachte die Schweizer Bevölkerung weiterhin soziale Medien. Bei diesen belege Facebook auch dieses Jahr mit grossem Rückstand den letzten Platz.

Radionutzung bleibt stabil

84 Prozent (Vorjahr: 83 Prozent) der Befragten schalteten im Frühjahr in einem Zeitraum von drei Monaten mindestens einmal ein Radioprogramm ein. Das Radio erreicht damit mehr Menschen als gedruckte Zeitungen (72 Prozent), wie es weiter heisst.

In der diesjährigen MediaBrands-Studie untersuchte Publicom 174 Medienmarken auf ihre qualitative Ausstrahlung im Publikum. Die Befragung startete Ende April und dauerte bis Anfangs Juni. Die Erhebung basiert auf einer für die Bevölkerung von 15 bis 79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 4806 Personen. Die statistische Fehlerquote liegt bei +/- 1,4 Prozent. (sda/wid)


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