04.03.2018

Abstimmungssonntag No Billag

VSM erfreut über «Einsicht» der SRG

Der Verlegerverband begrüsst die Absicht der SRG, ihre eigenen Leistungen besser von den Privaten abzugrenzen.
Abstimmungssonntag No Billag: VSM erfreut über «Einsicht» der SRG
Verlegerpräsident Pietro Supino an der Dreikönigstagung in Zürich. (Bild: Keystone)

Der Verband Schweizer Medien ist erfreut über die Einsicht bei der SRG, dass Veränderungen im gebührenfinanzierten Service Public angezeigt sind. Die verfassungsmässige Rücksichtnahme auf die Privaten werde vom VSM vor allem im digitalen Raum schon lange gefordert, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Verlegerverband begrüsst die Absicht der SRG-Führung, ihre eigenen Leistungen besser von den Privaten abzugrenzen und die verfassungsmässig verbriefte Rücksichtnahme auf die Privaten ernst zu nehmen, vor allem online (persoenlich.com berichtete). Damit bestehe die Chance, Marktverzerrungen zu verhindern.

Der Bundesrat müsse jetzt ein Zeichen setzen und der Politik Raum lassen für die Debatte. Darum soll auf die geplante RTVV-Anpassung (Zielgruppenwerbung für die SRG) verzichtet und die Vernehmlassung der neuen SRG-Konzession (Carte Blanche für SRG im digitalen Raum) auf Eis gelegt werden.

Durch die angekündigten Massnahmen schafft die SRG laut VSM eine gute Basis für die weitere Abstimmung mit den Privaten. Ziel aller Beteiligten müsse eine reichhaltige und vielfältige schweizerische Medienlandschaft sein in der gebührenfinanzierte Angebote die der Privaten komplementär ergänzen. (pd/wid)


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KOMMENTARE

Armin Keusch-Walter
05.03.2018 05:22 Uhr
Die SRG wird also Rücksicht auf die Privaten nehmen. Aber haben diese je auf jemanden Rücksicht genommen, wenn sie ihr Imperium auszuweiten trachteten? Hand aufs Herz, Herr Supino, hat sich Tamedia je durch etwas anderes leiten lassen als durch die Tantiemen seiner Besitzer?
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