05.02.2015

Charlie Hebdo

Wahlkommission verbietet Gratisverteilung

Die rechtsorientierte Partei Israel Beitenu darf keine Satirezeitschriften verteilen.

Israels Aussenminister Avigdor Lieberman hatte Ende Januar Jungmitglieder seiner rechtsorientierten Partei Israel Beitenu angewiesen, tausende Druckexemplare von "Charlie Hebdo" zu erwerben und zu verschenken. Zur Begründung sagte er, Israel werde sich nicht Drohungen unterwerfen und die Meinungsfreiheit einschränken.

Auf Antrag arabischer Parteien erliess Richter und Wahlkommissionschef Salim Joubran am Mittwoch ein Dekret, das die Verteilung des Hefts untersagt, wie der Fernsehsender Channel 2 berichtete. Das israelische Wahlgesetz verbiete es den Parteien, Geschenke zu verteilen, hiess es. Israel wählt am 17. März ein neues Parlament.

Die erste "Charlie Hebdo"-Ausgabe nach dem Anschlag auf das Satiremagazin am 7. Januar zeigte einen weinenden Propheten Mohammed auf dem Titel. Teils sehr derbe frühere Mohammed-Karikaturen von "Charlie Hebdo" gelten als Hintergrund des Angriffs auf die Redaktion mit zwölf Toten. (sda)


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