18.01.2007

Peter Rothenbühler

Warum Durisch Ogi zum Coverboy machte

"Es kann nicht immer der gleiche unten liegen."

In der aktuellen Weltwoche gratuliert Peter Rothenbühler, Chefredaktor von Le Matin, seinem Kollegen Andreas Durisch zur Jubiläumsnummer "20 Jahre SonntagsZeitung". Diese sei zwar "nicht gerade ein Glanzstück", aber Jubiläumsnummern gingen eben meistens in die Hosen. Denn etwas gut finden oder gar rühmen sei für normal gestrickte Journalisten eine Strafaufgabe. So weit so gut. Was Rothenbühler jedoch "nicht in die Birne" geht, ist die Frage, weshalb der Chefredaktor der SonntagsZeitung Dölf Ogi zum Coverboy gemacht, sich von ihm interviewen und gar als Kollege ansprechen liess.

Rothenbühler kann einfach nicht glauben, dass das Ganze ernst gemeint sei. "Ist das jetzt ganz raffinierte Satire auf die neue Rolle von Bundeskanzler Schröder beim Blick? Oder wolltest du subtil signalisieren, wie hiesige Journalisten und Politiker dazu neigen, Rollen zu verwechseln", fragt der Kolumnist seinen Kollegen. Oder müsse er tatsächlich von der schlimmstmöglichen Version der Geschichte ausgehen und denken das Ganze sei ernst gemeint?


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