In der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" spricht Schmidt erstmals über die Gründe des Senderwechsels. Wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe schreibt, erzählte der Late-Night-Talker gegenüber dem Blatt, wie es in der ARD zunehmend einsamer um ihn geworden sei. Ab und an habe ihn irgendein Konzept erreicht, und die Weihnachtsgrüsse seien von Jahr zu Jahr formeller geworden. Schmidt habe demnach die Signale verstanden.
"Die wussten nicht, wohin mit mir", wird er in der "Zeit" zitiert. "Jetzt hinterlasse ich 26 Sendeplätze und 'ne Menge Kohle. Mein Etat reicht für 500 Ina-Müller-Sendungen." In letzter Zeit habe es nur wenige direkte Kontaktaufnahmen aus der ARD zu Schmidt gegeben. Allerdings sei laut einer Mitteilung von ARD-Programmdirektor Volker Herres geplant gewesen, "über eine Fortsetzung in den nächsten Wochen zu sprechen". Die ARD bedaure den Entschluss von Harald Schmidt, heisst es. Man hätte sich dort gut vorstellen können, die Zusammenarbeit fortzusetzen.
Zu spät. Ab September 2011 ist Schmidt wieder an alter Wirkungsstätte, beim Privatsender Sat.1 auf Sendung.

