26.10.2004

Neue Rechtschreibung

WAZ-Chef sagt Gegnern Niederlage voraus

"Akt der Selbstüberschätzung".

WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach hält die Rückkehr deutscher Verlage zur alten Rechtschreibung für einen "Akt der Selbstüberschätzung". Dem Politikmagazin Cicero sagte Hombach: "Ich möchte nicht in der Haut der Kollegen stecken, die geglaubt haben, dass sie die Stimmung im Land kippen können. Sie werden irgendwann zurückrudern und dabei ihr Gesicht wahren müssen."

Über die Rechtschreibreform lasse sich trefflich streiten. Mit der Ankündigung von Spiegel, Welt und Bild, wieder zur alten Schreibweisen zurückzukehren, sei aber eine Grenze überschritten worden. Regeln, die von einer demokratisch legitimierten Institution gesetzt werden, demonstrativ nicht zu befolgen oder aushebeln zu wollen, könne bei einem Staatsnotstand geboten sein. Den hätten die Kultusminister aber "sicher nicht ausgelöst", betonte der ehemalige Kanzleramtsminister und SPD-Politiker.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen