Für die Sendung "SF spezial" zeichnen fünf Webcams jeden Schritt der SF-DRS-Angestellten auf. Was für die Zuschauer ein Vergnügen, sei für die TV-Macher eine Belastung, berichtet der Blick. "Tagesschau"-Sprecher Heinrich Müller findet es "einfach unangenehm, wenn man so beobachtet wird." Für Patrick Rohr zeigt das Experiment "auf spielerische Weise, was heute bereits Realität ist." Dabei schleiche sich manchmal ein mulmiges Gefühl ein.
Filmemacher Paul Riniker hätte gerade in der Kantine gerne seine Intimsphäre gewahrt. "Schweiz aktuell"-Moderatorin Sabine Dahinden findet es schade, dass man in der Maske jetzt nicht mehr tratschen kann, weil man ausgestellt und daher zurückhaltender sei.
Kurt Schaad, "SF spezial"-Chef, zu Blick: "Wenn wir schon eine Sendung machen, in der wir die Leute zum Thema Überwachung sensibilisieren wollen, müssen wir uns doch auch selbst überwachen lassen." Es sei logisch, dass sich die Mitarbeiter unwohl fühlen, dies sei Teil des Konzepts. Das Interesse bei den Zuschauern sei so gross, dass für die Internetseite ein zusätzlicher Server eingerichtet werden musste.

