Die Kabelnetzbetreiberin Cablecom plant trotz Kritik nach der Abschaltung analoger TV-Sender eine weitere Reduktion des herkömmlichen Programmangebots. Die Auswahl der betreffenden Sender richtet sich primär nach der Einschaltquote. Zuletzt hatte Cablecom Anfang Oktober den englischen Sender BBC Prime und das spanische TVE aus dem analogen Programm genommen sowie den österreichischen Sender ORF 2 verschoben. Der Entscheid stiess bei Kunden und Behörden auf Kritik.
Im nächsten Jahr werden laut Cablecom-Sprecher Stephan Howeg weitere Kapazitäten "freigeschaltet". Welche Sender betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Der Reduktion sind allerdings Grenzen gesetzt: Laut dem Radio- und Fernsehgesetz müssen die SRG-Programme sowie die Lokal- und Regionalsender, die eine Konzession mit Leistungsauftrag haben, verbreitet werden.
Ausserdem kann der Bundesrat beziehungsweise das zuständige Departement Sender bestimmen, die auf Grund ihres Beitrags zur Bildung, kulturellen Entfaltung oder Meinungsbildung zu verbreiten sind. Voraussichtlich wird dies im Frühjahr geschehen, wenn die Verordnung zum Gesetz in Kraft tritt, wie Bernhard Bürki vom Bundesamt für Kommunikation sagte.

