Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) tritt gegen die No-Billag-Initiative an, die die Abschaffung der Gebühren für Radio und Fernsehen verlangt.
Das Engagement gegen die Initiative beschlossen rund 90 Delegierte des SGB am Freitag in Bern mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution, wie der SGB mitteilte. Die Initiative schaffe den Service public in den Medien ab, hiess es im Communiqué. Dies schade der Demokratie und dem Zusammenhalt in der Schweiz.
Auslandschweizer-Organisation gegen No-Billag-Initiative
Auch der Vorstand der Auslandschweizer-Organisation (ASO) spricht sich gegen die No-Billag-Initiative aus. Leistungen des Service public seien für Auslandschweizer von grösster Bedeutung.
«Der Informationsauftrag der SRG ist essenziell für unsere Landsleute im Ausland, damit sie ihre politischen Rechte ausüben können», heisst es in einer Mitteilung der ASO vom Freitag. Zudem fördere die SRG etwa mit der Plattform swissinfo.ch auch das Verständnis für die Schweiz im internationalen Umfeld. Gemäss Angaben der ASO leben aktuell mehr als 775’000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland.
Der Vorstand fasste die Parole gegen die No-Billag-Initiative, die die Abschaffung der Gebühren für Radio und Fernsehen verlangt, anlässlich seiner Sitzung von Freitag in Bern. Über die Initiative wird am 4. März 2018 abgestimmt.
Jürg Stahl ist Pro Billag
Widerstand gibt es auch aus der SVP. So will Nationalratspräsident Jürg Stahl gegen die Vorlage kämpfen. Der SVP-Politiker ist auch Präsident von Swiss Olympic. «Es ist klar, dass ich die Meinung meines Verbandes teile und die Initiative ablehne», so Stahl zum «SonntagsBlick». (sda/cbe)
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05.11.2017 00:57 Uhr

