24.02.2016

Axel Springer

«WeltN24» baut Redaktion um und bis zu 50 Stellen ab

Der neue Chefredaktor Stefan Aust will mehr Recherche mit weniger Personal.
Der neue «WeltN24»-Chefredakteur Stefan Aust will im Zuge eines Redaktionsumbaus bis zu 50 der gut 400 Arbeitsplätze streichen. Der Jobabbau solle sozialverträglich und möglichst ohne betriebsbedingte  Kündigungen über die Bühne gehen, bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin des  Mutterkonzerns Axel Springer.
Der ehemalige «Spiegel»-Chef habe sein neues Redaktionskonzept intern vorgestellt. Demnach sollen Ressorts zusammengelegt und Strukturen verschlankt werden. Mit «mehr Recherche, mehr Hintergrund, mehr Qualität» solle «WeltN24» zukunftsfähiger gemacht werden, sagte Aust dem Onlinedienst Meedia.
Ziel sei es, mit der «Standardisierung» gewisser Abläufe Kosten zu sparen, um  mehr Kapazität für investigative Geschichten zu haben. «Wir wollen mit der 
Recherche-Initiative die Beschaffung exklusiver Stoffe verstärken», sagte Aust. Dazu sei geplant, Recherche und Investigation von der Produktion zu trennen.
Reporter, die im Ausseneinsatz unterwegs seien, sollen von der Endbearbeitung ihrer Geschichten für die einzelnen Medienkanäle wie Apps oder TV entlastet werden. Zu «WeltN24» gehören vor allem die Zeitungen «Welt» und die «Welt am Sonntag» sowie der Fernsehsender N24. (sda)

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