Aufgrund seiner Regionalisierungsstrategie muss der Tages-Anzeiger sparen. Er tut dies bei den nicht-redaktionellen Stellen: In den Bereichen Layout, Dokumentation und Korrektur verlieren insgesamt 24 Personen ihren Job ("persoenlich.com" berichtete). Im Zuge des Sparprogramms wurde bereits zwölf Angestellten gekündigt, sechs im Bereich Layout und sechs in der Dokumentation.
Laut einem Bericht des Medienmagazins Klartext haben die Umstände der Entlassungen im Layout in der Redaktion Ärger ausgelöst. Rund 140 Angestellte des Tages-Anzeiger verschafften sich im Oktober in einem Protestbrief Luft: "Wenn jetzt langjährige, verdienstvolle Angestellte wenige Jahre vor der Pensionierung und ohne Sozialplan in die sichere Arbeitslosigkeit entlassen werden, erschüttert dies das Vertrauen in den Arbeitgeber fundamental -- umso mehr, als der Konzern gleichzeitig hohe Gewinne erzielt. (...) Was uns als Neuerungen und Modernisierungen verkauft wird, sind in erster Linie wenig einfalssreiche Sparmassnahmen, die trotz gegenteiliger Versicherungen die Qualität des Hauptblattes tangieren", hiess es in einem Schreiben, das im Oktober an die Chefredaktion, dem Geschäftsbereichsleiter Rolf Bollmann und den Vorsitzenden der Unternehmensleitung Marktin Kall gerichtet wurde.

