06.11.2019

Zürcher Oberland Medien

«Wir haben immer gute Ergebnisse erreicht»

Der Geschäftsführer der ZO Medien Dani Sigel erzählt im Gespräch mit persoenlich.com, warum sie trotz Branchenkrise ein neues Medienhaus bauen, wieviel das Gebäude kostet und was sie den grossen Playern der Branche entgegenzusetzen haben.
Zürcher Oberland Medien: «Wir haben immer gute Ergebnisse erreicht»
«Wir forschen an einer neuartigen Newsplattform, die intuitiver und massgeschneidert auf den einzelnen User redaktionellen und kommerziellen Content ausspielt», sagte Dani Sigel zu persoenlich.com (Bild: zVg.)
von Matthias Ackeret

Herr Sigel, die Zürcher Oberland Medien investieren entgegen dem Branchentrend in ein vollkommen neues Medienhaus (persoenlich.com berichtete). Was ist die Überlegung dahinter?
Die Zürcher Oberland Medien hat die letzten Jahre gut gearbeitet und investiert, im Sinne der Aktionäre, in eine sichere Wertanlage.

Der Name des Projektes heisst «Newsstreet One». Was bezweckt dieser Name?
Der Name ist Programm. Die «Newsstreet» ist integraler Bestandteil des Neubaus. Wir verknüpfen damit Wohn- und Arbeitswelt. Zur Veranschaulichung empfehle ich die Bilder und Visualisierungen dazu auf der Website des Projekts.

Sie wollen – Zitat – «ein Maximum an Transparenz und Offenheit» schaffen. Was bedeutet das?
Die «Newsstreet» führt durch das Gebäude durch. Die anliegenden Gewerbeflächen sind offen und transparent, sowohl visuell wie auch kommunikativ.

Was kostet Sie dieses neue Gebäude?
Wir gehen von rund 35 Millionen Franken aus.

«Die Liegenschaftsstrategie hat mit dem Mediengeschäft nichts zu tun.»

Etwas salopp formuliert: Ausbau des Gebäudes, Abbau der Redaktionen. Stimmt das?
Das stimmt auch salopp formuliert nicht. Die Liegenschaftsstrategie hat mit dem Mediengeschäft nichts zu tun. Wir wollen in beiden Bereichen, und ohne Quersubventionierungen, weiterhin erfolgreich sein.

Die Zürcher Oberland Medien bewahren immer noch ihre Eigenständigkeit von den grossen Playern. Wie lange ist dies noch der Fall?
Wir haben in den vergangenen Jahren immer gute Ergebnisse erreicht und das versuchen wir auch so beizubehalten. Jedes Jahr freuen sich rund 600 Aktionäre auf eine stabile Dividende.

Momentan werden die Pläne von «Newsstreet One» der Öffentlichkeit vorgestellt. Wann ist der ganze Gebäudekomplex bezugsbereit?
Der Fahrplan sieht vor, dass wir bis kommenden Sommer das Baugesuch einreichen werden. Wenn alles reibungslos durchgeht, rechnen wir mit dem Baustart im Frühling 2021. Die Bauzeit beträgt etwas über zwei Jahre, so dass die rund 64 Wohnungen und die Gewerbefläche ab Spätsommer 2023 bezugsbereit sind.

«Wir sind dabei unsere gesamte Systemlandschaft zu erneuern»

Wie verläuft der Wechsel vom alten zum neuen Gebäude?
Das alte Gebäude wird komplett abgerissen. Das heisst, wir müssen während der Bauzeit ein Provisorium beziehen. Die Suche nach einem temporären Standort hat bereits begonnen.

Abgesehen vom ganzen Bauvorhaben, was ist für Sie als Geschäftsführer momentan die grösste Herausforderung?
Wir sind dabei unsere gesamte Systemlandschaft zu erneuern und damit auch alle Prozesse und Abläufe neu und effizienter zu gestalten. Dieser Prozess wird uns bis Mitte kommenden Jahres stark beschäftigen. Zudem werden wir uns, im Hinblick auf den Umzug, im IT-Bereich neu aufstellen. Dabei geht es um die Verlagerung von Hardware in Cloudlösungen. Unsere Digitalabteilung forscht an einer neuartigen Newsplattform, die intuitiver und massgeschneidert auf den einzelnen User redaktionellen und kommerziellen Content ausspielt.


Dani Sigel ist CEO Zürcher Oberland Medien und Präsident des Verbandes der Schweizer Gratiszeitungen VSGZ.

Die Fragen wurden schriftlich beantwortet.



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Kommentare

  • Hubertus Real, 06.11.2019 21:34 Uhr
    Liaba Dani...du bisch dr Beschti!! Bravo! liabi Grüass us em Ländle

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