Das Nachrichtenmagazin Facts hatte in den Ausgaben vom 4. und 18. November kritisch über den World Jewish Congress (WJC), Israel Singer und ein dubioses WJC-Konto in Genf geschrieben, was sogar zu einer Erwähnung in der New York Times führte. Gemäss Informationen, die "persoenlich.com vorliegen, hat der WJC nun eine Gegendarstellung verlangt, die in der aktuellen Facts-Ausgabe zu finden sein wird. Dort wird auch der Zusatz stehen, dass die Redaktion von Facts an ihrer Darstellung weiterhin festhält.
In der Berichterstattung von Facts wurden gegen Israel Singer Vorwürfe wegen ungetreuer Geschäftsführung, versuchten Diebstahls und Geldwäscherei erhoben. In der Gegendarstellung des WJC heisst es, diese Aussage sei falsch. Es würden gegen Herrn Singer keine solchen Vorwürfe erhoben.
Weiter warf das Nachrichtenmagazin Singer vor, er habe 1.2 Millionen Dollar über ein geheimes WJC-Konto in Genf, das ausser ihm und einem Buchhalter niemand gekannt habe, via das Konto seines Freundes Zvi Barak in Israel für eigene Zwecke abzweigen wollen. Zvi Barak soll das Konto zu Gunsten von Israel Singer und dessen Gattin unterhalten haben. Die Geldverschiebung sei in Genf lange unbemerkt geblieben.
Auch diese Aussagen sind gemäss WJC falsch. Die 1.2 Millionen Dollar lägen auf dem ordentlichen Konto des WJC-Genf, in das alle Mitarbeiter des WJC-Genf Einblick hätten. Zvi Barak sei kein persönlicher Freund von Herrn Singer, sondern ein Anwalt für Pensionskassen und Vorsitzender der Pensionskasse der Jewish Agency. Herr Barak habe die Gelder, die schon immer für Pensionen von WJC-Mitarbeitern bestimmt waren, treuhänderisch für den WJC verwaltet, und das Konto sei nicht zu Gunsten von Israel Singer und dessen Gattin unterhalten worden. Die Überweisung an Herrn Barak sei im Genfer WJC-Büro bekannt gewesen, und Israel Singer habe nie Gelder für eigene Zwecke verwendet.

